Reissalat

Am Samstag habe ich endlich mal wieder meine Trockenvorräte aufgeräumt… Das bedeutet, ich habe alle, zwischenzeitlich mal wieder nur mit einem Clip versehenen, Tüten und Packungen in luftdichte Behälter umziehen lassen, diese dann brav beschriftet und das MHD unter die Behälter notiert. So behalte ich besser den Überblick 🙂

Tja, vor 2 Wochen habe ich eine 1 Kilo Packung meines allerliebsten Lieblingsreis gekauft, kann man ja mal machen, denn Reis hält sich ja… Auch diese Packung ist am Samstag umgezogen, beim notieren des MHD wurde ich stutzig… 31.07.2013… häh?!?…bitte wat?… der war doch schon… *grummel*

Es wird also die nächsten Wochen viel Reis bei uns geben (am besten mit Ratatouille oder Auberginen-Tomaten…mjom, mjom, die Rezepte folgen)
Als erste Handlung habe ich den für Sonntag geplanten CousCous Salat, für das FamilienGrillfest, in einen Reissalat verwandelt.
Ist sehr lecker geworden und hat Allen geschmeckt 🙂

Hier also der ‚Last Minute Impro Reissalat‘ frisch aus meinem Kopf und mit einem Fitzelchen von dem CousCous-Salat.

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Zutaten (für 6 – 8 Leute als Beilage beim/ zum/ ums Grillen):

  • 300 Gramm Langkorn Reis
  • Alsan / Butter / Butteröl (ich natürlich mein geliebtes Butteröl)
  • 550 ml Gemüsebrühe (aus homemade Pulver selbstgemacht, ist dann eher Sud als Brühe)
  • 150 ml trockener Weisswein
  • 3 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 Lauchzwiebeln
  • 1 grosse oder 2 kleine Paprika rot oder/und gelb
  • 1 kleine Zucchini
  • 5 getrocknete Tomaten
  • 1 Dose Mais
  • 2 EL glatte Petersilie
  • 1 TL getr. Peperoncini oder 1 rote Chili Schote
  • 3 TL Sojasosse
  • 2 EL Tomatenmark
  • 4 TL Olivenöl
  • 2 TL Balsamico
  • Salz (Meersalz aus der Mühle)
  • Pfeffer (bunter Pfeffer aus der Mühle)

Zubereitung:

2 Schalotten und die Knoblauchzehen fein würfeln. Butteröl (oder Alsan / Butter) in einem Top erhitzen und die Schalotten und den Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
Reis zugeben und ebenfalls glasig dünsten, mit Weisswein und Gemüsebrühe ablöschen und bei offenem Topf 15 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist (man soll Reis, ausser Risotto, möglichst wenig, bis gar nicht rühren)
Nun den Topfdeckel auflegen, Topf von der Platte nehmen und den Reis ziehen lassen.

Die Paprika von der Haut befreien (mit Hilfe eines Sparschälers, ich habe einen von diesem riesigen Plastikunternehmen mit den bunten Schüsseln (kennste, gell?), extra für weiches Obst und Gemüse, mit dem ging das überraschend gut), fein würfeln und in die Salatschüssel geben.
Die Lauchzwiebeln putzen und in feine Streifen schneiden, die Zucchini vierteln und in Scheiben schneiden, die Schalotte fein würfeln.
Nun Olivenöl in einer Pfanne, bei mittlerer Hitze, erhitzen und Schalotte, Frühlingszwiebel und Zucchini kurz (2-3 Minuten) erhitzen und zu der Paprika geben. Wer rohe Paprika nicht so gut verträgt, kann diese auch mit in die Pfanne geben.

Die getrocknete Tomate hacken/würfeln und, wenn vorhanden, die rote Chili von Kernen und Innenwänden befreien und sehr fein würfeln, ansonsten die Peperoncini zu geben.
Beides in die Schüssel geben und den abgetropften Mais ebenfalls zufügen.

Nun nach und nach den Reis und die glatte Petersilie (gehackt) unterrühren.
Sojasosse, Tomatenmark, Olivenöl und Balsamico unterrühren. mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ein paar Stunden ziehen lassen, am Besten über Nacht, und dann nochmal mit Salz, Pfeffer, Petersilie, Balsamico, Sojasosse, Tomatenmark und Öl abschmecken.

Voila, feddisch ist der Reissalat, der wirklich jeden bislang gegessenen rechts überholt – lecker!

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Man benötigt, zugegeben, ein wenig Zeit für die Zubereitung, das ist er aber, meiner Meinung nach, wert.
Das mit der Zeit habe ich komplett unterschätzt, dieses sorgte am Ende für einen eher stressigen Sonntag, denn nebenbei habe ich noch Tzaziki, Knobi-Paprika Butter und Gemüse-Spiesse gemacht. Das erklärt vielleicht auch, warum ich mich frage, wann eigentlich Sonntag war.
Naja, die Frage nach dem Catering und Lieferservice (durch ganz Deutschland), gleicht dieses im Nu wieder aus 🙂

Ich könnte mir übrigens auch gut ein paar frische Tomaten oder Gurke in dem Salat vorstellen. Oder auch  Ajvar statt Tomatenmark, oder, oder, oder…
Ohne Butter zum anschwitzen ist dieser Salat vegan.

Lasst ihn euch schmecken 🙂

Randnotiz: Heute war ich nochmal in dem Supermarkt, in dem ich den Reis gekauft habe. Ich fand noch 6 weitere abgelaufene Pakete und machte einen Verkäufer darauf aufmerksam. Die Resonanz war leider eher unbefriedigend.
Ich lerne daraus, dass ich auch bei dieser Art Lebensmittel das MHD prüfen muss.

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