Archiv für den Monat: Oktober 2013

Zwetschgenkuchen mit Streuseln

….lauwarmer Obstkuchen mit Streuseln und einem Schlag Sahne…

Breitet sich bei Euch in der Brust auch so ein warmes Gefühl aus, wenn ihr daran denkt? 

Bei mir ist es genau so – deshalb musste ich den Zwetschgenkuchen mit Streuseln aus ‚Deutschland vegetarisch‘ auch mit den ersten Zwetschgen aus dem ‚Alten Land‘ nachbacken.

Bei so einem ganzen Blech lecker Kuchen komme ich noch mehr in Geberlaune als sonst und so haben wir mit Familie und Freunden  diesen leckeren Kuchen gegessen.
Fazit: Es hat allen geschmeckt.

Statt Zwetschgen kann man sicher auch Äpfel, Birnen oder Rhabarber nehmen. 

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Zutaten für ein ganzes Blech Kuchen:

  • 125 ml Milch
  • 375 Gramm Mehl (550) gesiebt
  • 10 Gramm frische Hefe
  • 100 Gramm Rohrohrzucker
  • 1 TL Schale eine BioZitrone
  • 80 Gramm weiche Bio Butter (ich Süssrahm)
  • 1 Bio Ei (M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Kilo Hauszwetschgen
  • 75 Gramm Bio Butter (Süssrahm)
  • 50 Gramm Mehl (550) gesiebt
  • 50 Gramm gemahlene Mandeln
  • 75 Gramm Rohrohrzucker
  • Prise Salz

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Zubereitung:

Die Milch leicht erwärmen.

Währenddessen das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde bilden. Die Hefe hineinbrökeln und mit 3 EL warmer Milch und 1 TL Zucker beträufeln. Nun das Mehl von Aussen zur Mitte geben und zu einem Teig verkneten. Den Teig abgedeckt (an einem warmen Ort) 30 Minuten gehen lassen.

Nach den 30 Minuten die restliche Milch mit 100 Gramm Zucker, Zitronenschale, 80 Gramm weicher Butter, Ei und Salz zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen 2 Minuten ordentlich kneten. Den Teig anschliessend (abgedeckt) weitere 90 Minuten gehen lassen.

Da ein Pflaumenkuchen ohne Streusel nur halb so schön ist, müssen wir natürlich noch Streusel vorbereiten 🙂
Hierfür die 75 Gramm Butter in einem Topf langsam schmelzen und dann wieder kalt werden lassen.
Die Butter mit Mehl, Mandeln, Salz und Zucker zu einem krümeligen Teig / Streuseln zerreiben.  Die Streusel in den Kühlschrank stellen.

Nach 90 Minuten kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und wird auf ca. Backblechgröße ausgerollt. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und abgedeckt weitere 20 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Zwetschen waschen, trocknen, halbieren und entkernen.

Den Ofen bitte auf auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Wenn der Teig fertig geruht hat, könnt ihr erst die Zwetschgen und anschliessen die Streusel darauf verteilen.

Der Kuchen kommt dann für 30 Minuten, im mittleren Einschub, in den vorgeheizten Ofen.

Den Kuchen soweit abkühlen lassen, dass er noch lauwarm ist und dann mit Sahne, Eis oder pur geniessen.

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Quelle: Deutschland vegetarisch - Stevan Paul & Katharina Seiser

veganer Big Kahuna Burger ohne Ananas & Käse

Ich lasse an 4 von 7 Tagen für einen Burger ALLES stehen.
Als ich dem Fleischkonsum abgeschworen hatte, war das ein echtes Problem. Bremen ist nämlich leider sehr langsam, wenn es um so Ernährungsalternativen geht. Wir sind zwar Vorreiter des Veggie Days, aber gute fleischlose Burger waren vor 3 Jahren schwer zu kriegen. Zum Glück gab es aber auch hier schon 2-3 Läden, mit vegetarischen Bratlingen – die mussten herhalten. Denn wer will bei Heisshunger auf Burger schon auf eine Fast Food Kette ausweichen?
Heute sind wir übrigens schon so fortschrittlich, dass mir mein türkischer Lieblings RolloDealer mein Rollo, von sich aus, vegan anbietet 🙂

Letzte Woche habe ich das erste Mal einen Bratling selber gemacht. Als Vorlage hab ich den Big Kahuna Burger von Heike genommen.
Da der Mann kein warmes Obst mag gab es ihn den Burger ohne Ananas. Und da uns nicht nach Käse war, auch ohne Käse. Ist also eigentlich kein Big Kahuna Burger mehr, aber trotzdem sehr lecker!

Die Bratlinge schmecken auch so sehr lecker – zum Salat z.B.

Lecker, lecker…. Soulfood! Schnell gemacht und vegan.

Zutaten für 4 Burger und Big Kahuna Sosse:

Für die Bratlinge:

  • 1 große Zucchini
  • 1 große Möhre
  • 1 kleine Petersilienwurzel
  • 1 EL Ajvar scharf
  • 1 Tasse Paniermehl
  • 2 EL Sesam
  • 2 EL Speisestärke
  • 1/2 TL Meersalz

Für die Sosse:

  • 1 Tasse Ketchup
  • 1 Tasse Rohrohrzucker
  • 2 EL Dijonsenf

und sonst noch:

  • 8 Salatblätter
  • 2 Tomaten
  • 2 Zwiebeln gehackt
  • 4 Burger Brötchen (wir nehmen Finn Brötchen)

Zubereitung:

Sosse:
Ketchup, Zucker und Senf in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze 10 Minuten einköcheln lassen. Zwischendurch immer mal rühren.

Bratlinge:
Zucchini, Möhren und Petersilienwurzel fein raspeln.
Das Gemüse anschliessend etwas ausdrücken um es dann mit Paniermehl. Ajvar, Sesam, Speisestärke und Salz zu einem leicht klebrigen Teig zu vermischen. 10 Minuten ziehen lassen und, wenn nötig, noch Paniermehl untermischen.
Nun mit den Händen Bratlinge in Grösse der Brötchen formen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten.​

Die Zwiebeln schmoren.

Die Burger toasten oder grillen.

Burger basteln:
untere Hälfte Brötchen
ein Klecks Sosse
2 Salatblätter
Tomate
geschmorte Zwiebeln
Bratling
ein KlecksSosse
obere Hälfte Brötchen.

Wir hatten dazu Kartoffelspalten (500 Gramm Kartoffeln waschen, vierteln, in 3 EL Öl mit Salz, Paprika und Rosmarin schwenken – bei 220 Grad Ober und Unterhitze 30 – 40 Minuten backen. Wenn ihr darauf achtet, dass die Spalten sich nicht berühren, werden sie total lecker und knusprig)

Big Kahuna Burger

Quelle: Relleomein

Pasta mit marinierten Ofen-Zucchini

Es gibt jeden Freitag einen Teller Pasta, dieses Ritual ist ein relativ fester Bestandteil von Oktober bis Ende April. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Meistens wird am Küchentresen, mit einem Glas Wein und ein paar Kerzen, das Wochenende eingeläutet.

Ich bin also immer auf der Suche nach neuen Pasta Ideen – die Vielfalt ist ja riesig! So bin ich vor ein paar Wochen über das Rezept mit marinierter Ofen-Zucchini gestolpert und habe es mit auf die Liste gesetzt.

Vor 2 Wochen wurde getestet und für gut befunden.

Gefunden habe ich das Rezept bei Anikó.

Ihr bekommt übrigens auch noch einen exklusiven Einblick in meinen Küchenalltag. Ohne Kochwein und mein Evernote auf dem Ipad läuft nämlich nüschts!

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Aber nun zum Rezept!

Zutaten für 2 Portionen:

  • 350 Gramm Zucchini
  • 4 El Olivenöl
  • 250 Gramm Nudeln (ich hatte noch bunte Nudeln die weg sollten)
  • 5 EL Balsamico bianco
  • 75 ml Gemüsebrühe
  • 1 frische oder 2 konfierte Knoblauchzehen
  • 2 EL gehackte Minze

Zubereitung:

Den Ofen auf 250° Ober-und Unterhitze vorheizen.

Die Zucchini waschen, schön dünn hobeln, auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten, salzen/ pfeffern, mit 3 EL Olivenöl beträufeln und für 12 Minuten auf der obersten Schiene backen.

Das Nudelwasser ansetzen und die Nudeln nach Anweisung kochen.

In einer Schüssel oder Form (ich habe eine Auflaufform genommen) eine Marinade herstellen.  Hierfür 1 El Olivenöl mit dem Balsamico und der heissen Gemüsebrühe verrühren. Anschliessend fein gehackten Knoblauch hinzugeben, die Minze unterrühren und mit Salz & Pfeffer abschmecken.
Die Zucchinischeiben aus dem Ofen direkt in die Marinade geben.

Die Marinade zu den abgegossenen Nudeln in den Topf geben und, bei Bedarf, mit Parmesan/ Pecorino anrichten.

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Mjom!

Quelle: Paprika meets Kardamom

Laugenbrötchen

Wenn man mich Sonntagmorgens aus dem Bett hüpfen sieht und anschliessend in der Küche wieder findet, dann kann es dafür meistens nicht so richtig viele Gründe geben. Aber als ich morgens das Rezept von Frl Moonstruck sah und die Zubereitungszeit quer gerechnet hatte, musste ich aus dem Laugenkonfekt einfach Laugenbrötchen  für das Frühstück zaubern.

Genügend Mehl, in verschiedensten Variationen, sowie Hefe, ist bei uns zum Glück eh immer im Haus 🙂

Es sind tatsächlich sehr leckere Brötchen dabei herausgekommen, die wir zum Frühstück genossen haben. Das Bild ist von den Brötchen, die in den Tiefkühlschrank gewandert sind, daher sind sie etwas blass um die Brust 😉

Und nur am Rande sei erwähnt, dass ich mir durchaus der leichten Untergare bewusst bin – aber ich hatte HUNGER!

Zutaten:

  • 350 Gramm Mehl (550er) gesiebt
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 15 Gramm Hefe
  • 1 gehäufter Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Zucker
  • 25 Gramm Natron
  • 1 Liter Wasser

Laugenbroetchen selbstgemacht

Zubereitung:

Die Hefe zerbröseln, im warmen Wasser auflösen und 10 Minuten stehen lassen.

Das gesiebte Mehl, Salz und Zucker zugeben und alles mit dem Knethaken zu einem Teig vermengen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem geschmeidigen Teig kneten und 20 Minuten gehen lassen.

Aus dem Teig werden nun Brötchen gewirkt. (Bei You Tube gibt es eine tolle Anleitung von Ketex zum Thema Brötchen, ab Minute 2:10 wirkt er dort Brötchen *klick*) Die fertigen Brötchen kommen für 15 Minuten in den Kühlschrank.

Den Backofen auf 220° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

1 Liter Wasser in einem Topf zum kochen bringen und das Natron hineingeben (Achtung schäumt!).
Nun die Brötchen mit einer Schaumkelle in die Lauge geben, bis 3 zählen und wieder hinausheben. Kurz abtropfen lassen und auf das Backpapier geben. So mit allen Brötchen verfahren.

Anschliessend könnt ihr die Brötchen einschneiden und mit Salz, Sesam oder Mohn bestreuen.

Die Brötchen kommen nun für gute 15 Minuten in den Ofen. Solltet ihr nicht alle Brötchen sofort geniessen wollen, nehmt die entsprechende Brötchenzahl nach 13 Minuten aus dem Ofen. So werden sie dann beim aufbacken nicht zu dunkel 🙂

Lauwarm geniessen!

Quelle: Frl. Moonstruck

Beschwippste Zwetschgen in Rotwein, Zimt und Sternanis

Steph wollte Zwetschgenkuchen machen, hatte spontan kein Mehl im Haus, aber anscheinend genug Rotwein. So hat sie Zweschgen in Rotwein eingelegt und uns an dem Rezept teilhaben lassen.

Ich habe noch Zimt und Sternanis an die Zwetschgen gemacht, die Zitronenschale weggelassen und testweise erstmal nur 1 Kilo eingemacht. Die Zwetschgen sind glücklicherweise so lecker geworden, das ich gleich noch eine 2te Runde ansetzen werde. Der Winter wird ja lang, da kann man noch viel Eis, Pudding, Grieß etc. mit Rotweinzwetschgen essen… mjom….

Zutaten:

  • 1 Kilo Zwetschgen
  • 300 ml Rotwein trocken
  • 300 ml Wasser
  • 200 Gramm Zucker
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Sternanis

Zubereitung:

Die Gläser in einer Lauge aus Pulver für den Geschirrspüler baden (ca 1 Stunde) und gründlich ausspülen. Anschliessend einmal mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher ausspülen.
Deckel, Trichter und Kelle in einem Topf 5 Minuten auskochen.

Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen.
Den Sud, aus allen Zutaten ausser den Zwetschgen, im Topf aufkochen und bei mittlerer Hitze solange köcheln lassen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat und die komplette Bude weihnachtlich duftet.

Nun die Zwetschgen auf die Gläser verteilen, schön eng aneinander kuscheln, den Sud (ohne Zimtstange und Sternanis) zu den Zwetschgen geben. So viel dass alle Zwetschgen bedeckt sind, aber die Gläser nicht randvoll sind, sonst kocht der Sud beim Einkochen über.

Ich stelle die Gläser auf ein Backblech, schütte 0,5 Liter Wasser (70°) auf das Blech und mache den Ofen für 30 Minuten an.

Die Gläser im Ofen auskühlen lassen und dunkel lagern.
Sollten die Gläser nicht dicht werden/knacken – freut Euch, so könnt ihr ein Glas sofort geniessen oder im Kühlschrank lagern und in den nächsten Tagen geniessen.

Ich kenne da eine nette Dame, die hektisch an den Gummis ihrer Zwetschgen zubbelt und fast schon traurig ist, wenn diese sich nicht lösen 😉

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Abgewandelt nach: Kleiner Kuriositätenladen

One Pot Pasta oder wie bringe ich eine italienische Nonna um den Verstand

Das Leben als Blogger ist manchmal wirklich unterhaltsam. Die Diskussionen die hier und dort entstehen, erinnern mich manchmal an meine Zeit als Teenie, als alle Mädels sich sofort angegriffen fühlten, zickten oder beleidigt waren – ja, Hormone sind schon was ganz tolles. 

Ähnliche Verhaltensweisen spielten sich ab, als Arne seine ‚One Pot Pasta nach Martha Stewart‘ veröffentlichte. Martha wurde sogleich als Engländerin die keine Ahnung hat tituliert, das Rezept mit den Worten ‚grauenhaft‘ abgetan und Mann mutmaßte, dass man in Italien  von der Nonna mit dem Nudelholz vertrimmt werden würde

Ich behalte mir solche Urteile ja gerne vor, bis ich mir ein eigenes Bild machen konnte und ich muss sagen, Martha (dir Amerikanerin ist) hatte da eine gar nicht so schlechte Idee. Die Aromen der Zutaten gehen ins Wasser und von dort direkt in die Nudeln.

Fazit: Es hat uns geschmeckt und wir werden die ‚One Pot Pasta‘ wieder machen.

Pot auf n Herd, Zutaten hinein, 10 Minuten warten, Parmesan drüber, Wein einschenken – Essen fertig!

Hier das grauenhafte Rezept für leckere Pasta:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 250 Gramm Pasta
  • 250 Cramm Cocktailtomaten (halbiert) plus ein paar zur Garnitur
  • 1 Zwiebel (in Würfeln)
  • 3 Knoblauchzehen (in Würfeln)
  • 1 guten Teelöffel Oregano
  • 1 Prise Peperoncini
  • 770 ml kochendes Wasser
  • Salz & Pfeffer
  • 8 Basilikum Blätter plus ein paar zur Garnitur

Zubereitung:

Alles in einen Topf werfen (logisch, deshalb heisst es ja auch One Pot), Herd an, Kochen lassen, gemäß Anleitung auf der Nudelpackung köcheln lassen (Die Nudeln sollten zügig im Wasser sein, also, wenn ihr Spaghetti oder ähnliche Pasta nehmt, ein wenig mit sanftem Druck nachhelfen und bitte NICHT die Nudeln durchbrechen). Durch ein Sieb geben, falls noch etwas restliches Wasser vorhanden ist. Auf Teller verteilen, salzen, pfeffern, ein paar Blätter Basilikum, wer mag nimmt noch Parmesan oder Pecorino. Fertig.

Ich habe noch ein paar Tomätchen in einer Pfanne geschwenkt, die wurden warm auf die Spaghetti gesetzt – das war eine super Kombi 🙂

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Geröstete Pinienkerne kann ich mir auch sehr gut vorstellen.

Lasst es Euch schmecken 🙂

Quelle: The Vegetarian Diaries

5-Korn Fränzchen nach Ketex

Juhuuuu – es ist World Bread Day!
Ins Leben gerufen von Zorra, ist es mittlerweile eine festes Event welches weltweit Teilnehmer hat.
Die Idee des World Bread Day ist, das tägliche Brot zu ehren und dankbar zu sein, dass wir ausreichend zu Essen haben. Dieses Glück haben ja leider nicht alle auf dieser Welt.
Gerne nehme ich mit unseren Lieblingsbrötchen an diesem tollen Event teil!

World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!


Ihr wisst ja schon, dass das Highlight unseres Wochenendes meistens das gemeinsame, entspannte Frühstück ist. Da der Sommer vorbei ist, gibt es dazu wieder selbstgebackene Brötchen. Ich backe diese immer vor, verkürze die Backzeit um 4 Minuten und friere die Brötchen portionsweise ein. Am Abend hole ich sie raus, so können sie in Ruhe auftauen, und am nächsten Morgen kommen sie für 5 Minuten bei 170° in den Ofen.

Voila! – warme Brötchen zum Frühstück.

Als ich angefangen habe Brötchen zu backen, hat sich mein Mitesser irgendwann beschwert, die Brötchen würden ihm den Spass am Frühstück nehmen. Gemein, oder?
Das Problem ist, dass wir nach jeweils einem Brötchen immer satt sind, da ich Vollkornbrötchen mit ordentlich Körnern backe. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt und die Brötchen werden geachtelt, damit man auch alles probieren kann, was so auf dem Tisch steht. Somit ist der Spass wieder hergestellt und der Körper ist dankbar für die Ballaststoffe. 

Heute bekommt ihr das Rezept für unsere absoluten Lieblingsbrötchen, die habe ich schon so oft gebacken, ich kann sie mittlerweile im Schlaf. Das Rezept kommt von Gerd aka Ketex.

Wenn ihr Euch das Ansetzen eines eigenen Sauerteigs nicht zutraut, könnt ihr diesen bei Gerd käuflich erwerben. Ich kann es nur empfehlen, mit Sauerteig und wenig Hefe zu backen. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

Zutaten:

Sauerteig:

  • 120 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 120 Gramm lauwarmes Wasser
  • 12 Gramm Anstellgut

Vorteig:

  • 100 Gramm Weizenmehl 1050
  • 100 Gramm lauwarmes Wasser
  • 1 Gramm Frischhefe

Quellstück:

  • 100 Gramm 5-Kornschrot oder 6-Kornschrot
  • 40 Gramm Sonnenblumenkerne (in der Pfanne geröstet und grob zerkleinert)
  • 40 Gramm Kürbiskerne (in der Pfanne geröstet und grob zerkleinert)
  • 220 Gramm kochendes Wasser

Haupteig:

  • 220 Gramm Weizenmehl 1050
  • 120 Gramm Roggenmehl 1150
  • 140 Gramm Wasser
  • 5 Gramm Frischhefe
  • 18 Gramm Salz
  • 5 Gramm Roggenmalz (habe ich auch schon mal weggelassen)


Zubereitung:

Die Zutaten für den Sauerteig vermischen und 16 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Die Zutaten für den Vorteig vermischen und 16 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Schrot und Kerne vermischen, mit dem kochenden Wasser übergießen und ebenfalls 16 Stunden quellen lassen.

Nach 16 Stunden Sauerteig, Vorteig und Quellstück mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Die Zutaten sollten nun bei langsamer Geschwindigkeit 7 Minuten verknetet werden.  Ich empfehle an dieser Stelle ausdrücklich eine ordentlich Küchenmaschine um den Teig zu kneten)
Anschliessend sollte der Teig, abgedeckt, 30 Minuten ruhen.

Nach 30 Minuten den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und rund wirken. Anschliessend wird der Teig zu einem ca. 1 cm hohen Fladen ausgerollt oder gedrückt (ich drücke, da ich zu ungeschickt bin).
Mit einem Teigabstecher werden nun gleichmässige Quadrate ausgestochen (ich habe immer 9), diese werden anschliessen halbiert (ergibt also 18 Brötchen), angefeuchtet und in Kornschrot gewälzt.

Die Teiglinge auf ein Backpapier geben (ihr werdet 2 benötigen)  und abgedeckt ca. 75 Minuten gehen lassen.
Der Ofen sollte 250° haben!
Das erste Backpapier mit den Teiglingen, unter zuhilfenahme eines Schieber, auf den vorgeheizten Backstein oder Backblech geben und 10 Minuten backen (mittlerer Einschub) danach den Ofen auf 220° runterschalten und 10 Minuten weiter backen (wenn ihr einfrieren wollt entsprechend nur 6 Minuten). Beim Einschießen bitte schwaden!

Die Brötchen aus dem Ofen holen und auf einem Rost auskühlen lassen. Mit der 2ten Fuhre ebenso verfahren.

Wenn ihr die Brötchen einfriert, saugt bitte vorm verschliessen die Luft aus den Tüten, verschliesst sie und ab in den Froster.

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Traut Euch und lasst es Euch vorallem schmecken!

Quelle: Ketex - 5-Korn-Fränzchen

Gemüsebrühe

Wenn man mich fragen würde, auf welche Dinge, von denen die ich selber mache, ich gar nicht verzichten könnte, wäre das ‚Gemüsebrühe‘.
Jede Suppe, die man vorher schon liebte, schmeckt mit selbstgemachter Gemüsebrühe gleich noch mal besser – versprochen!

Da ich wenig Lust habe, bei jeder Suppe vorher noch die Gemüsebrühe anzusetzen, koche ich 5 Liter vor und konserviere diese dann in Gläsern zu 0,5 und 0,75 Litern. So habe ich immer einen Vorrat.

Zugegeben, es ist schon etwas Arbeit, aber der Geschmack ist es wert.

Zutaten:

  • 700 Gramm Fenchel
  • 600 Gramm Lauch
  • 300 Gramm Petersilienwurzel
  • 1 Kilo Möhren
  • 800 Gramm Knollensellerie
  • 400 Gramm Zwiebeln
  • 2 Bund Petersilie
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 TL Senfsaat
  • 8 Pimentkörner
  • 2 EL grobes Meersalz
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • Rapsöl
  • ca 5 Liter Wasser

Zubereitung:

Fleißarbeit:
Das Gemüse putzen, schälen und würfeln (je nach Größe variiert die Kochzeit  – ich bevorzuge eher kleine Würfel – die Möhren und Petersilienwurzel raspel ich auf der groben Reibe in Scheiben). Die Zwiebel, mit Schale(! => gibt der Brühe die tolle Gare) halbieren – groben Dreck entfernen – bzw. die Zwiebel abwaschen.

Einen großen Topf (10 Liter) bei mittlerer Hitze aufheizen – Rapsöl hineingeben und das Gemüse ein paar Minuten dünsten (zwischendurch umrühren)

Nun die Petersilie, gewaschen und mit Stiel grob zerteilt (ich schneide sie direkt überm Topf mit der Schere), dazugeben und mit Wasser ablöschen. Abschließend noch die Gewürze hinzugeben, alles aufkochen. Ein paar Minuten kochen lassen, Temperatur runter stellen und die Brühe ca. 60 Minuten leise köchelnd auf dem Herd lassen.
Nach 60 Minuten ein Stück Gemüse probieren – wenn es nach nichts mehr schmeckt, ist die Brühe fertig. Ebenfalls die Brühe probieren, ist sie sehr intensiv, gebt noch ein Schubs Wasser hinzu.

Wenn die Brühe lecker und das Gemüse geschmacklos ist, könnt ihr das Gemüse mit einer Siebkelle entnehmen.
Die Brühe durch ein Sieb mit Mulltuch seihen.

Zum haltbarmachen könnt ihr 2 Möglichkeiten wählen:

  1. Die Brühe  mit sterilisierter Kelle und Trichter in sterilisierte Gläser geben. Die Gläser verschliessen und nebeneinander auf ein Backblech stellen. So, dass die Gläser sich nicht berühren.
    Ca. 0,5 Liter Wasser (70°) in das Backblech geben und den Ofen auf 160° Umluft einstellen. Ca 30 Minuten im Ofen lassen, bis die Brühe perlt oder köchelt. Ofen ausschalten und auskühlen lassen.
  2. Die Brühe nochmal aufkochen und die Gläser umfüllen (natürlich wie unter Punkt 1 auch alles sterilisiert). die Gläser gut verschliessen und auf den Kopf stellen.

Mein letze Brühe hat sich so ganze 6 Monate gehalten 🙂

Ich stelle immer wieder fest, das an mir keine Fotografin verloren gegangen ist und Essen appetitlich zu fotografieren, ist nochmal ne ganze Spur komplizierter.  Daher müsst ihr mit diesem Bild vorlieb nehmen und das Augenmerk einfach mehr auf das Rezept legen, denn darum geht es letztendlich ja 🙂

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Quelle: Kleiner Kuriositätenladen

Sterilisieren und Einkochen

Nachdem mir schon ein paar eingekochte Sachen geschimmelt sind, habe ich mich nochmal eingehend mit dem Thema sterilisieren auseinandergesetzt.

Man kann es natürlich auch einfacher handhaben, aber mir hat so das Herz geblutet, als ich die Lebensmittel wegschmeißen musste, dass ich nun keine Kompromisse mehr eingehe.

  • Regel Nummer 1: benutzte Deckel nicht wiederverwenden –  ausser natürlich die Glas Deckel von Weck, und bei Leifheit Frucht & Fun könnt ihr natürlich die Schraubringe auch wiederverwenden.
  • Regel Nummer 2: sauber arbeiten
  • Regel Nummer 3: Ruhe bewahren


Sterilisieren

Die Gläser und Deckel ca. eine Stunde in einer Lauge aus Geschirrspülmittel stehen lassen, und anschliessend gründlich ausspülen.

Nun fülle ich Essig in das erste Glas, schraube den Deckel drauf und schüttel das Glas, schraube es wieder auf und schütte das Essig ins nächste Glas usw… Am Ende werden die Gläser mit kochendem Wasser ausgespült und sind dann fertig.

Einen Topf Wasser aufsetzen und die Deckel inkl dem gesamten Werkzeug (Kelle, Trichter etc.) 10 Min auskochen.

Einkochen:

Bitte füllt die Gläser nicht zu voll. Sonst kocht beim Einkochen was über.

Die Firma Weck gibt dazu folgende Tipps:

Obwohl sich das Einkochgut während des Einkochvorgangs setzt, darf es nur bis 2 cm unter den Glasrand eingefüllt werden.
Breiartiges Einkochgut (wie z.B. Apfelmus) nur bis 4 cm unter den Glasrand einfüllen.
Nachquellendes Einkochgut: Wurstmasse nur bis zu 3/4, Kuchenteig nur bis zu 1/2 der Glashöhe einfüllen.
Alle Flüssigkeiten (auch Aufgussflüssigkeiten) nur bis 2 cm unter den Glasrand einfüllen.

Achtet darauf, dass der Rand sauber bleibt – daher unbedingt mit Trichter arbeiten.

Topf:
Ein Küchenkrepptuch auf den Boden des Topfes legen, die Gläser drauf stellen (darauf achten, dass sie sich nicht berühren und mit Wasser auffüllen, bis die Gläser gut 2/3 im Wasser stehen. Wasser zum Kochen bringen, Deckel drauf und 20 Minuten köcheln lassen. Gläser herausnehmen und auskühlen lassen.

Backofen:
Die Gläser auf ein Backblech stellen, bitte so, dass sie sich nicht berühren.

0,5 Liter Wasser (70°) auf das Backblech schütten, den Ofen auf 160° Umluft einstellen und laufen lassen, bis die Gläser ‚perlen‘. Das dauert, je nach Grösse, 30 – 45 Minuten.

Wenn die Deckel sich nach innen wölben und/ oder ihr das knacken hört, sind sie dicht.

Bei den Weck Gläsern die Klammern/ Bügel, nach dem Erkalten, abnehmen und vorsichtig versuchen, ob der Deckel sich anheben lässt.

Gläser die nicht dicht sind, im Kühlschrank lagern, und zügig verbrauchen.

 

Wenn ihr mit WECK Gläsern arbeitet, kann ich Euch die 20 Erfolgsregeln von Weck ans Herz legen, da steht noch vieles nützliches drin.

Ich liebe die Leifheit Gläser, weil sie wirklich dicht sind!
Die 10 die ich besitze, stammen aus dem Bestand der Oma meines Mitessers. Neu finde ich die Gläser relativ teuer und gut stapeln lassen sie sich leider auch nicht wirklich.
Die Leifheit Gläser werde ich weiter nutzen, aber aktuell stelle ich alles andere, ausser Brühe, auf Weck um. Die Weck Gläser lassen sich einfach super stapeln. Das kippt nichts um und man spart Platz 🙂
Die Brühe ist so schnell weg, die kommt in alte Joghurtgläser oder Milchflaschen mit neuem Deckel 😉

wärmende und fruchtige Kürbissuppe

Es ist also Herbst.

Dieses ist unvermeidlich an folgenden Tatsachen festzustellen:

  • an Einem Blick aus dem Fenster
  • an den Handschuhen die in meine Handtasche eingezogen sind und bei 1° dann auch schon genutzt wurden.
  • daran dass die Stiefel die Flip-Flops abgelöst haben (es war ein lustiges Bild als sie ein paar Tage neben einander standen)
  • die Strumpfhosen sind im Dauereinsatz 
  • an dem Inhalt des Gemüsefachs – denn dieser ändert sich. Die Paprika ist schon weg und ich habe das dumpfe Gefühl, das ich zu wenig Paprika hatte. Da tröstet mich das Wissen, das im Abstellraum 6 grosse Gläser eingekochtes Ratatouille stehen, um mich durch den Winter zu geleiten – so ein wenig Sommer im Glas schadet ja nie, oder?

Letze Woche habe ich dann also bei meinem liebsten Gemüsestand auf dem Markt einen 2 Kilo schweren Hokkaido erstanden. Diesen habe ich mühsam in seine Einzelteile zerlegt und während die eine Hälfte im Ofen, für Kürbispürree, geröstet wurde habe ich aus der zweiten Hälfte eine Kürbissuppe gezaubert, die wirklich sehr lecker geworden ist. Sie kommt ohne Kartoffeln aus und fällt somit in die Kategorie ‚low carb‘.

Im Büro hatte ich soviel Suppe dabei, das ich noch eine liebe Kollegin mit versorgen konnte. Da das Süppchen auch hier gut angekommen ist, hüpft das Süppchen nun gleich in den Blog  🙂

Gefunden habe ich das Rezept bei Peter, ich habe es allerdings, wie sollte es auch anders sein, etwas abgeändert.

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Zutaten:

  • 1 Kilo Hokkaido – ohne Kerne ca 800 Gramm
  • 1 Liter Gemüsebrühe (selbstgemacht)
  • 1 Apfel (Elstar aus dem Alten Land)
  • 1 Prise Peperoncini
  • 200 Gramm gelbe Zwiebeln
  • 100 ml Weisswein (Chardonnay)
  • 1 Stück kleines Stück Ingwer ca. Grösse eines Walnußkernes
  • Öl
  • 1 EL Zucker
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Bitte verletzt Euch beim zerteilen des Hokkaidos nicht. Das dauert eine Weile und man sollte vorsichtig sein. Meine Messer sind schon echt gut, aber ein Weilchen hat es selbst bei mir gedauert. Eine Wassermelone ist dagegen ein Geschenk. Vielleicht sollte ich über die Anschaffung einer Machete nachdenken. Man weiss es nicht….

Also, den Hokkaido halbieren, in Spalten und dann in Stücke schneiden. Den Apfel schälen, entkernen und achteln. Die Zwiebeln würfeln.

Einen Topf erwärmen und ein Schuss Öl oder Butter erwärmen, die Zwiebeln glasig dünsten und nach ein paar Minuten mit dem Weisswein ablöschen. Während der Weisswein ungefähr auf die Hälfte einkocht, könnt ihr das Stück Ingwer schälen und würfeln.

Nun Kürbis und Apfel zusammen mit den Zucker hinzugeben und ein paar Minuten köcheln lassen. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und den Ingwer zugeben.

Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze ca 20 Minuten köcheln lassen. Der Kürbis sollte schön weich sein.

Nun mit dem Pürierstab alles zu einer glatten Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und Peperoncini abschmecken und nochmals pürieren. Wenn die Suppe zu dick ist, mit Gemüsebrühe verdünnen. Wenn die Suppe zu dünn ist, mit Kürbispürree auffüllen. Ich hatte, wie bereits erwähnt, die andere Hälfte des Hokkaidos im Ofen und habe 2 Spalten hinzugefügt, das die Suppe uns zu dünn war. Ich hatte aber auch nur 600 Gramm Hokkaido im Topf, daher solltet ihr mit 800 Gramm gut hinkommen.

Auf vorgewärmten Tellern mit Saurer Sahne und Kürbiskernöl anrichten und geniessen. Wenn ihr die saure Sahne nicht nehmt, ist diese Suppe vegan und schmeckt nicht minder gut 🙂

Lasst es Euch schmecken und von dieser Suppe wärmen!

Quelle: Aus meinem Kochtopf - fruchtige Kürbissuppe mit Ingwer und Apfel