Grünkohl vegetarisch / vegan – Kapitel Nummer 1

Wisst ihr welches Essen das Schlimmste ist, welches man als Vegetarier bekommen kann? Das Ausweichessen auf Kohlfahrten. Schlechter kann man für teures Geld wirklich nicht Essen. 

Da Grünkohl zu meinen Leibspeisen gehört, schmerzt es natürlich umso mehr. Ich tröste mich meist damit, dass der Grünkohl auf Kohlfahrten auch nicht schmeckt.

Mein Ehrgeiz Grünkohl vegetarisch zu machen war also recht schnell geweckt, als ich dann noch raus fand, dass eine Schlachter in Bremen auch ‚vegetarische Pinkel‘ im Programm hat, habe ich mich an den Herd geschwungen. Ergebnis: Schmeckt lecker, ist lange nicht so fettig und man hat hinter her keine Magenschmerzen. 

Im Prinzip macht man alles wie beim klassischen Grünkohl, nur mehr Zwiebeln, mehr Salz und Gewürze werden benötigt.

Ihr könnt für die heutige Variante Grünkohl aus dem Glas oder tiefgekühlten nehmen. Mit letzterem habe ich aber (noch) keinerlei Erfahrung. Für die Variante mit frischem Grünkohl bekommt ihr einen gesonderten Beitrag.

Grünkohl kocht man und isst ihn erst am nächsten Tag. Er schmeckt dann wirklich noch besser. Traditionell isst man ihn 2 Tage und am 2ten Tag gibt es Bratkartoffeln dazu.

Zutaten für 3 Personen und 2 Tage, also 6 Portionen

  • 3 Gläser Grünkohl (ich kaufe Bio von Marschland)
  • 6 Speisezwiebeln
  • Zwiebelschmelz (z.B. von Zwergenwiese)
  • Haferflocken grob
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 4 vegetarische oder vegane Pinkel (gibt es auch im Biomarkt)
  • scharfer Senf
  • 5 Pimentkörner
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 Lorbeerblatt
  • Muskat
  • Salz & Pfeffer

vegetarischer Grünkohl mit vegetarischer Pinkel

Zubereitung:

Die Zwiebeln fein hacken.
In einem grossen Topf, bei mittlerer Hitze, so viel Zwiebelschmelz schmelzen, bis der Boden bedeckt ist, dann die Zwiebeln hinzugeben und glasig dünsten.

Den Grünkohl samt Saft in den Topf geben, Gemüsebrühe & die Pinkel (ganz) hinzugeben, zum Schluss die Gewürze (Piment, Senfsaat und Lorbeerblatt) in einem Teebeutel oder Tee-Ei ebenfalls mit in den Topf geben. Nun den Deckel auf den Topf und alles ca. 45 Minuten, auf kleiner Stufe, köcheln lassen.

Damit der Kohl nicht so flüssig bleibt kommen nun die Haferflocken hinzu, die machen den Kohl ’schlonzig‘. Die Menge kann ich leider nicht benennen, mal benötigt der Kohl mehr, mal weniger. Also am Besten erstmal einen Schubs Haferflocken unterrühren, am nächsten Tag könnt ihr beim erwärmen noch mehr hinzugeben. Also testet euch einfach ran. Weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Anschliessend schon mal mit Salz, Pfeffer und Senf würzen und grob abschmecken, bis zum nächsten Tag kühl stellen. Dachboden, Keller, Kühlschrank oder Kofferraum 🙂

Am nächsten Tag den Grünkohl bei mittlerer Hitze erwärmen, bei Bedarf noch Haferflocken hinzugeben. Kartoffeln kochen. Den Grünkohl final abschmecken. Dazu benötigt ihr eventuell: Salz, Pfeffer, Senf, Zucker, Piment zerstossen, Muskatnuss gerieben, Gemüsebrühe (Pulver ist am Besten).

Mit Kartoffeln und einem kühlen Bierchen servieren.

Lasst es Euch schmecken.

Ich überlege, ob ich dem Laden, in den ich in ein paar Wochen mit lustigen Leuten zur Kohlfahrt einkehren werde, dieses Rezept per Mail schicke. Das könnte meine Rettung sein 😉

Wenn ihr Fragen habt, fragt bitte. Grünkohl kochen ist wirklich keine Kunst, versprochen!

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