Archiv für den Monat: März 2014

Apfelkuchen mit viel Apfel

Hmmmmm…. erwähnte ich schon, dass ich eine ausgeprägte Schwäche für Apfelkuchen habe? Zugegeben bevorzuge ich die Kombination mit Streuseln, aber auch diese Variation aus Rührteig und vielen Äpfeln kann sich durchaus sehen lassen. Sein grösster Vorteil ist, er ist total schnell gemacht und war selbst am 3ten Tag noch saftig & lecker. Was kann man von einem Apfelkuchen noch mehr erwarten? 

Zutaten für eine 26er Form

  • 100 Gramm Rohrohrzucker
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • 125 Gramm Butter (weich)
  • 175 Gramm Mehl (405er) gesiebt
  • 2 Eier
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1/2 Packung Weinstein Backpulver
  • 5 grosse Äpfel (z.B Elstar)
  • Puderzucker
  • Paniermehl / Semmelbrösel
  • 4 EL Aprikosenmarmelade

Apfelkuchen Rührteig

Zubereitung:

Den Zitronensaft in eine grosse Schale geben.

Die Äpfel schälen, vierteln und vom Kerngehäuse befreien, anschliessend die Viertel auf der Rückseite einschneiden, in die Schale mit dem Zitronensaft legen und kurz in dem Saft schwenken.

Die Backform mit Butter einfetten, mit Paniermehl überziehen und den Ofen auf 175° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Butter, Zucker und Vanille mit dem Handrührgerät schaumig rühren, zuerst die Eier und dann das Mehl und das Backpulver unterrühren.

Den Teig in die Springform geben, mit dem Teigschaber verteilen und die Äpfel auf den Kuchen geben (leicht in den Teig drücken)

Die Springform für 30 Minuten in den Ofen geben (2ter Einschub von unten). Nach 30 Minuten den Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Oberfläche inkl. der Äpfel mit der Aprikosenmarmelade bepinseln, weitere 15 Minuten backen.

Den Kuchen auf einem Rost auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Abgewandelt nach: Amor & Kartoffelsack

Wurzelgemüse-Tortilla mit Lauch

Wie vielleicht ein paar von Euch mitbekommen haben, habe ich bei der lieben Simone unlängst das Kochbuch ‚Biokiste Vegetarisch‘ gewonnen. Darüber habe ich mich total gefreut, denn ich wollte es schon lange kaufen. Warum ich das noch nicht getan hatte, kann ich mir auch nicht erklären. Aber nun habe ich es und finde es ganz grossartig. Da ich ja eh eine Verfechterin von saisonaler Ernährung bin, ist es wie für mich gemacht 🙂

Am Wochenende gab es aus diesem Kochbuch eine Wurzelgemüse-Tortilla mit Lauch, in leicht abgewandelter Form. Die war sehr lecker und hat uns trotz des sonnigen Wetters sehr gut geschmeckt.

Zutaten für 3 Portionen:

  • 300 Gramm Möhren
  • 100 Gramm Petersilienwurzel
  • 200 Gramm Knollensellerie
  • 250 Gramm Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Stange Lauch / Porree
  • 4 Knoblauchzehen
  • 4 Eier
  • 100 ml Milch
  • 1/2 TL Thymian getrocknet
  • 1/2 TL Peperoncini / getrocknete Chiliflocken
  • Salz
  • Olivenöl

WurzelTortilla

Zubereitung:

Möhren, Petersilienwurzel, Knollensellerie und Kartoffeln putzen, schälen & fein hobeln.
Den Lauch von den äusseren und welken Blätter befreien, der Länge nach halbieren, in nicht zu grobe Streifen schneiden, in einem Sieb waschen und anschliessend abtropfen lassen. Die Knoblauchzehen schälen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden.

In einer ofenfesten Pfanne 3 EL Öl erhitzen. Möhren, Pastinaken, Kartoffeln und Knollensellerie in die Pfanne geben, salzen und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten braten lassen. Nach 10 Minuten Lauch, Knoblauch, Thymian und Chiliflocken unterrühren und weitere 5 Minuten braten lassen.

Den Ofen auf 200° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

In einem Behälter Eier & Milch mit Salz verquirlen und über die Gemüsemasse in die Pfanne geben.

Die Pfanne auf mittlerer Schiene für ca. 30 Minuten in den Ofen geben. Nach der Zeit aus dem Ofen holen, ein paar Minuten ruhen lassen und dann auf ein Brett oder Teller stürzen. Ich lege ein rundes Brett auf die Pfanne und drehe sie um.
Bitte verbrennt Euch nicht! Ich habe einmal die Pfanne, im Stress, ohne Handschuhe angefasst…. AUA!!!!

WurzelTortilla mit Salat

Während die Pfanne im Ofen ist könnt ihr einen Salat machen. Wir hatten Feldsalat mit Radieschen, Landgurke und dem leckeren Apfeldressing – das hat wunderbar harmoniert.

abgewandelt nach: Biokiste Vegetarisch - Cornelia Schinharl

Zum Tierfreitag: Spitz – mediterranes Landbrot

Bevor ich das Pane Casareccio probiert hatte, war dieses mein bzw unser Lieblingsbrot. 

Zugegeben kann man die beiden Brote eigentlich nicht so richtig miteinander vergleichen und am Ende sind sie beide die perfekte Begleitung zu Käse, Oliven, Suppe, Grill, Wein etc.

Gefunden habe ich dieses Rezept, wie schon viele andere Rezepte vorher, bei Ketex.
Er hat in seinem Blog eine wirklich imposante Sammlung von Rezepten beisammen, beantwortet immer schnell aufkommende Rückfragen und hat in seinem Shop eine Sammlung guter Produkte vereint.

Dieses Brot ist nun endlich mein erster Beitrag zum Tierfreitag von Katharina Seiser, denn leider ist es so, dass ein Baguette aus einer Filiale einer Bäckereikette, oder auch von manchem ‚Bäcker‘, in den seltensten Fällen tierfrei ist. Verstehen tue ich das nicht, denn ein Baguette benötigt doch eigentlich nur Wasser, Mehl, Salz, Hefe, Zeit und Liebe.
Wenn ihr Euch also dafür interessiert, was sich so in den erstandenen Backwaren befindet, lasst Euch beim nächsten Besuch beim ‚Bäcker‘ doch mal die Inhaltsangaben zeigen, oder schaut auf den jeweiligen Internetseiten nach, bei einigen Bäckereien sind die Inhaltsangaben auch schon online einsehbar.


Zutaten für 4 Brote

Poolish

  • 150 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 150 Gramm Dunkelmehl (630er)
  • 30 Gramm Roggenmehl (1150er)
  • 330 Gramm lauwarmes Wasser
  • 4 Gramm frische Hefe

Hauptteig

  • 300 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 300 Gramm Dinkelmehl (630er)
  • 70 Gramm Roggenmehl (1150er)
  • 270 Gramm lauwarmes Wasser
  • 20 Gramm Salz
  • 7 Gramm frische Hefe
  • 1 EL Anstellgut vom Sauerteig
  • Poolish

Spitz - mediterranes Landbrot

Zubereitung:

Die Zutaten für den Poolish Teig verrühren, 2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen lassen und in einer verschlossenen Schüssel für mindestens 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Zutaten für den Hauptteig, auf kleiner Stufe, ca. 15 Minuten zu einem Teig verkneten. Den Teig anschliessend, in einer verschlossenen Schüssel, für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank geben.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und 1 Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Aus dem Teig 4 Teile von ca 430 Gramm abwiegen, diese rund wirken, kurz ruhen lassen und dann zu breiten Baguettes mit spitzen Enden formen. Macht Euch beim formen bitte nicht verrückt, es geht um den Geschmack und Übung macht hier ganz klar den Meister!

Die geformten Laibe in einem Bäckerleinen (zur Couch geformt) für ca. 90 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die ‚Baguettes‘ jeweils zu zweit auf ein Backblech legen und in den Ofen geben. Ordentlich Schwaden, den Dampf nach 15 Minuten ablassen und 10 Minuten weiter backen.

Spitz - mediterranes Landbrot Anschnitt

Auch diese Brote knistern ganz grossartig, wenn man sie aus dem Ofen holt. Für mich, wie ihr vielleicht bereits wisst, eines der schönsten Geräusche.

Ich mache immer 4 Brote, da der ‚Aufwand‘ schon etwas grösser ist. Wenn Dir das Rezept zu kompliziert ist, dann kann man bestimmt auch das gesamte Jahr über das Pane Casareccio essen 🙂

Abgewandelt nach: Spitz = noch ein mediterranes Landbrot » Ketex -Der Hobbybrotbäcker-

Topfengolatschen aka Quarktaschen

Wie sang schon Peter Alexander:

Wien, Wien, nur du allein
sollst stets die Stadt meiner Träume sein!
Dort, wo ich glücklich und selig bin,
ist Wien, ist Wien, mein Wien!

Also, eine ganz klare Kiste: Ich liebe Wien.
Diese Stadt ist einfach wunderbar, aber davon fange ich jetzt gar nicht erst an, ansonsten bekommt ihr das Rezept für die leckeren Topfengolatschen erst sehr viel später, oder ihr schlaft auf dem Weg zum Rezept ein.

Die Verbindung zwischen Wien, Friesi und den Topfengolatschen ist folgende:
Ich frühstücke total gerne, in Wien habe ich dafür aber bei unserem ersten Besuch keine Ruhe gehabt. Ich wollte doch so viel sehen und angucken und laufen und, und, und… Also Zeit für alles, nur nicht für ein entspanntes Frühstück. So gab es dann an der Station der S-Bahn jeden Tag für mich: Topfengolatschen & Kaffee to go.
Diese Teile sind sowas von grossartig, ich bin gar nicht dazugekommen, etwas anderes zu probieren. Jeden Morgen beim warten in der Schlange das selbe Spiel: Ach ich könnte ja auch so ein Teilchen, ach oder das Käsebrötchen sieht ja auch lecker aus, oder…. ‚Ich hätte gerne Topfengolatschen‘. Das einzige Wagnis zu dem ich mich habe hinreissen lassen, war eine Version mit Dinkelblätterteig…

Immer wenn ich also ganz arg ‚Wien‘ vermisse, gibt es hier Topfengolatschen, die sind schnell gemacht, streicheln meine Seele und gehen so:

Zutaten für 4 Golatschen

  • 1 Ei
  • 50 Gramm weiche Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • 250 Gramm Quark (20% Fett)
  • 100 Gramm Aprikosenmarmelade
  • Blätterteig entweder eine Packung oder 250 Gramm selbst gemachten

Topfengolatschn

Zubereitung:

Das Ei trennen und das Eigelb mit Butter und Zucker schaumig schlagen.
Vanille und Quark unterheben, danach das Eiweiss steif schlagen und ebenfalls unterheben.

Den Backofen auf 220° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Blätterteig ausrollen oder auspacken und in 8 gleich grosse Stücke schneiden.
Auf 4 Stücke jeweils ca. 1 EL Quarkmasse und ca. 1 EL Marmelade geben, ein Stück Blätterteig darauf legen, die Ränder gut verschliessen und den Deckel kreuzförmig einschneiden.

Die Golatschen auf einem Backblech (mittlerer Einschub) für ca. 20 Minuten im Ofen backen.

Lauwarm schmecken sie am Besten!

Wenn ihr noch Quarkmasse über habt, könnt ihr die in kleine Förmchen füllen und mit in den Ofen geben. Wir essen die Masse dann immer zu den Golatschen dazu, denn je mehr Quark, desto Yummi. Logisch.

Live aus der Küche:

Quelle: La Dolce Wiener - Sarah Wiener