Morgenbrötchen mit Übernachtgare

Da veröffentlicht man morgens ein Bild der Frühstücksbrötchen auf den gängigen Social-Media Kanälen und eine Welle von Lesern und Bloggern brüllt nach dem Rezept. Also, so etwas ist mir wirklich noch nicht so oft passiert, daher habe ich mich sehr gefreut.
Aber, leider kann ich mich gar nicht mit den Lorbeeren schmücken, denn das Rezept kommt aus dem grossartigen Brotbackbuch von Lutz Geißler. Ich habe eigentlich nur den Teig nach Anweisung geknetet, wobei stimmt auch nicht, das Teig kneten habe ich ja meiner geliebte Kenwood überlassen. Naja, immerhin habe ich den Teig in den Kühlschrank gestellt und morgens die Brötchen geformt 🙂

Morgenbrötchen

Hier kommt es also, das Rezept für schmackhafte Morgenbrötchen für die ihr keinen Sauerteig benötigt und dann sind sie auch noch binnen 14 Stunden auf dem Tisch. Perfekt also für ein ausgedehntes Frühstück mit Freunden. Aus Erfahrung kann ich Euch sagen, selbst gebackenes kommt immer gut an.

Zutaten

  • 180 Gramm Weizenmehl 550er
  • 100 Gramm Hartweizenmehl (im Original Hartweizengrieß)
  • 110 Gramm Roggenmehl 1150er
  • etwas Roggenvollkornmehl zum wälzen der Brötchen
  • 150 Gramm Wasser
  • 150 Gramm Milch (vegane Alternative müsste auch gehen, habe ich noch nicht getestet)
  • 4 Gramm Frischhefe (oder 1,5 Gramm getrocknete)
  • 8 Gramm Salz
  • 8 Gramm Olivenöl

 

Morgenbrötchen mit Übernachtgare
Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Knetmaschine 10 Minuten auf  niedrigster Stufe vermengen, danach weitere 5 Minuten auf der nächst höheren Stufe  kneten, bis ihr einen leicht klebenden Teig habt, der sich beim kneten fast komplett vom Schüsselboden löst.

Nun kommt der Teig in eine Schüssel mit geschlossenen Deckel und zieht für 12 Stunden in den Kühlschrank.

Am nächsten morgen befördert ihr den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und teilt ihn in 8 Teile. Aus den Teiglingen formt ihr Teigzylinder. Das macht ihr wie in diesem Video, allerdings nur bis Minute 1:16, danach formt Lutz aus den Zylindern Baguettes, das machen wir vielleicht beim nächsten Mal 😉 Ihr solltet nur darauf achten, dass ihr den Teig nicht zu sehr drückt, denn dadurch entweicht Porengas und das wollen wir ja nicht, denn das Porengas sorgt für die tollen grossen Löcher im Brötchen.

Die Brötchen noch in dem Roggenvollkornmehl wälzen und dann mit dem Schluss nach unten auf Backpapier oder Bäckerleinen geben, abdecken und 45 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, das Backblech oder den Backstein mit in den Ofen geben. Ich gebe zusätzlich noch eine ofenfeste kleine Schüssel mit Wasser mit in den Ofen, das ist gut für die Feuchtigkeit.

Die Teiglinge nach den 45 Minuten Gehzeit umdrehen und mit dem Schluss nach oben auf das heisse Backblech/ Backstein geben.  Nach 10 Minuten die Schüssel mit dem Wasser entfernen (nicht die Finger verbrennen!), nach 5 Minuten die Ofentür einen Spalt öffnen und die Brötchen so noch weitere 5 Minuten backen. Die Brötchen sollten am Ende schön gebräunt sein und eine rösche Kruste haben.

Am Ende noch abkühlen lassen und dann geniessen 🙂

Morgenbrötchen wird zum Abendbroetchen

 

8 Gedanken zu „Morgenbrötchen mit Übernachtgare

  1. Aaaaaahhh…ich habe eben den Blogpost fertig gemacht, sollte morgen online gehen 😀 … die sind auch einer meiner absoluten Favoriten im Brotbackbuch, einfacher gehts ja nicht. Wir machen die echt fast jedes Wochenende. Ich hab auch schonmal die Variante mit Ziegenmilch und Kürbiskernöl probiert, die hatte Lutz mal auf dem Blog vorgestellt, fand ich nicht ganz so toll wie „das Original“ weil die gehen ja echt mit jedem Belag, Marmelade, Käse…das war bei den anderen nicht so der Fall, die waren eher eigen. Naja mal gucken ob ich morgen dann auch Morgenbrötchen blogge oder doch was anderes. In jedem Fall: gut das du es verbloggt hast, ist nämlich definitv ein Rezept, das die Welt braucht…Ich find die super!

    VG (Isa) Bella

    1. Ach Bella, echt? Cooool 🙂
      Die sind wirklich so toll, die vertragen es auf vielen Blogs gleichzeitig zu sein! Also schiesse den Beitrag in die Welt. Und dann lass uns hoffen, dass am Wochenende viele Leser Brötchen backen 🙂

Kommentar verfassen