Archiv für den Monat: Februar 2015

Bolognese auf Pilzbasis – ohne Tofutier

Habt ihr Euch früher auch von Bolognese ernährt bzw. von Mutti ernährt worden? Bei uns gab  es immer eine Variante mit Zucchini drin, ich habe das geliebt. Allerdings, man glaubt es kaum, mochte ich in meiner Kindheit und Jugend Nudeln nicht so gerne. Ich habe also meistens Bolognese mir Reis gegessen.
Heute esse ich sehr gerne Nudeln und der Mitesser lässt für einen Teller Pasta alles andere liegen, deshalb zelebrieren wir, wie ihr ja vielleicht wisst, (fast) jede Woche den ‚Pasta-Freitag‘. 

Letzte Woche weilte der Mann bei schlechtem Ausweichessen auf der Kohltour und ich habe den PastaFreitag alleine zelebriert, während er mit den Resten der Veggie-Bolo den Pasta-Samstag gefeiert hat, da ich am Samstag auf Kohltour war.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat länger gedauert als gedacht, ich habe sehr spät gegessen, daher solltet ihr nicht erst um 18:30h anfangen die Pilze in den Ofen zu schieben, dann bekommt ihr nämlich erst zu Zeiten was zu Essen, zu denen Kohlehydrate bestimmt nicht mehr genehmigt sind 🙂

Das Rezept ist abgewandelt nach Hr Mälzer und gefunden habe ich es in der ‚Für jeden Tag‘ Zeitschrift aus dem Januar 2013.

Zutaten für 3 Portionen:

  • 250 Gramm Champignons (ihr könnt auch gemischte nehmen)
  • 1 Stange Staudensellerie (geputzt und fein gewürfelt)
  • 1 Möhre (geputzt und fein gewürfelt)
  • 1 kleinere Gemüsezwiebel (geputzt und fein gewürfelt)
  • 2 Knoblauchzehen (eine fein gewürfelt und eine in feinen Scheiben)
  • 4 getrocknete Tomaten in Öl (gewürfelt)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Dose Tomaten (gewürfelt)
  • 1 kleinen Zweig Rosmarin (sehr fein gehackt)
  • 2 Stiele Thymian (sehr fein gehackt)
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1/2 TL edelsüsses Paprikapulver
  • Prise Zucker
  • Salz & Pfeffer
  • 2 EL Öl

Vegetarische Bolognese auf Pilzbasis // www.friesikochtundbackt.com

Zubereitung:

Die Pilze putzen, in die Küchenmaschine / Food Processor werfen und dort grob hacken lassen. Die Pilze auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, verteilen und bei 50° im Ofen (Ober- und Unterhitze // mittlerer Einschub) für 30 Minuten antrocknen lassen.

Wenn die Pilze ihre Zeit im Ofen rum haben in einem Topf 2 El Öl erhitzen, die Pilze zugeben und bei starker Hitze hellbraun anbraten lassen, Zwiebel, Möhre, gehackten Knoblauch und Staudensellerie zugeben und weitere 3 – 4 Minuten rösten lassen, die in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehe, das Lorbeerblatt, Rosmarin, Thymian und Tomatenmark zugeben unterrühren und kurz rösten lassen. Die Tomaten aus der Dose und 200 ml Wasser zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und einer Prise Zucker würzen. Die gewürfelten getrockneten Tomaten unterrühren und alles bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten schmoren lassen.

Kurz vor Ende der Kochzeit die gewünschte Pasta zubereiten.

Die Bolognese mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. Kräutern abschmecken und zusammen mit der Pasta servieren.

Wer das Rezept aufmerksam gelesen hat, hat vielleicht bemerkt, dass es vegan ist. Es ist kein Tofutier, Sojaschnetzel oder ähnliches enthalten und es ist Freitag. Damit qualifiziert es sich für den Tierfreitag.
tierfreitag

Abgewandelt nach: Tim Mälzer / Für jeden Tag 01/2013

Ofenpfannkuchen mit Banane und Schokolade

Hallo, mein Name ist Friesi und in meinem Gefrierschrank wohnen morbide Bananen.

Meine Kollegen hatten leider wenig Ambitionen den Schoko-Bananenkuchen mit Walnüssen zu backen, also habe ich wieder die ungeliebten Bananen mit nach Hause genommen. Bis auf eine Banane sind sie in den Gefrierschrank gewandert und warten da nun auf weitere Verwertung. Die eine habe ich Sonntags zusammen mit Schokolade in einen Ofenpfannkuchen geworfen. Ihr kennt keine Ofenpfannkuchen? Kannte ich auch nicht, aber dann kam Jeanny von Zucker, Zimt & Liebe mit ihrem Frühstücksglück* umme Ecke und sowohl Uwe von Highfoodality als auch Clara aka Tastesheriff haben von den Ofenpfannkuchen geschwärmt. Das musste ich also schleunigst auch ausprobieren.

Hier gab es die Ofenpfannkuchen in den letzten Wochen im Original, mit geriebenem Apfel und Zimt und in der Schoko-Bananenversion.

Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass diese Ofenpfannkuchen auch Abends super schmecken und einem nach einem langen ArschlochTag noch den selbigen retten können. Soulfood halt.

Zutaten für eine 24er Quiche Form (mit festem Boden….*hüstel*)

  • 90 Gramm Mehl (405er)
  • 30 Gramm Zartbitter Schokoladentropfen oder gehackte Schokolade
  • 3 Eier
  • 190 ml Milch
  • 1,5 EL Rohrohrzucker
  • Prise Salz
  • 1 kleine morbide Banane – zermatscht
  • ca. 20 Gramm Butter

Ofenpfannkuchen mit Schokolade und Banane to be

Zubereitung:

Den Ofen auf 230° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Alle Zutaten (ausser Butter und Schokolade) mit dem Handmixer verrühren, bis ihr einen glatten Teig habt. Ein Stück Butter (ca. 20 Gramm) in die Quicheform geben, die Form in den heissen Ofen geben (2ter Einschub von unten), bis die Butter geschmolzen ist. Die Form aus dem Ofen holen, den Teig in die Form schütten, die Schokolade drauf verteilen und wieder in den Ofen zurück geben.

Dort ca. 18 Minuten backen lassen, zwischendurch  staunend in den Ofen schauen, weil der Teig riiiiiiesen gross wird, dann die Form aus dem Ofen holen (der Teig fällt in sich zusammen) und den Pfannkuchen geniessen. Wenn man alleine isst, direkt aus der Form, ansonsten schick auf Tellerchen servieren.

Absolute Schokoholics können noch Schokoladensosse über den Pfannkuchen geben 🙂

Ofenpfannkuchen mit Schokolade und Banane

 Abgewandelt nach: Highfoodality
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Möhren-Couscous Bratling

Die Winterküche ist ja an manchen Tagen etwas träge, der Sommer macht es einem so schön einfach sich saisonal zu ernähren. Da braucht man gar nicht gross überlegen, man nimmt ein Kilo sonnengereifter Tomaten, zupft ein paar Blätter Basilikum, schneidet eine Schalotte fein, vermengt alles mit Essig & Öl, röstet Brot und hat ein perfektes Abendessen. 

Im Winter tue ich mich da etwas schwerer, ich grübel viel mehr was ich so kochen könnte, am Ende schmeckt es natürlich auch immer, aber der Weg zum Essen ist schon komplizierter.
Ok, ich muss zugeben, dass ich es mir auch extra schwer mache, es gibt keine Paprika, keine Auberginen, keine Tomaten, keine Zucchini etc. Nur die Landgurke ist in unserem Haushalt ein geduldeter Gast, der aus Spanien in unseren Kühlschrank wandern darf..

Vor 2 Wochen habe ich ein Rezept für Möhren-Couscous Bratlinge getestet und war von dem Ergebnis so begeistert, dass ich Euch teilhaben lassen muss 🙂

Die Bratlinge schmecken am nächsten Tag im Büro auch noch super, also macht ruhig ein paar Bratlinge mehr 😉

Zutaten für 9 Bratlinge / 3 Personen:

  • 125 Gramm Couscous (Instant / Ich: Vollkorn)
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 250 Gramm Möhren grob geraspelt
  • 1/2 TL Thymian getrocknet
  • 1 TL Currypulver (mild)
  • 1 Ei
  • 1 EL Magerquark
  • 1 TL Butter
  • Salz & Pfeffer
  • Bratöl

Couscous Moehren Bratling // vegetarisch // www.friesikochtundbackt.com

Zubereitung:

Die Gemüsebrühe aufkochen, über den Couscous geben, umrühren, abdecken und 10 Minuten quellen lassen.

In einer Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel darin glasig braten, die Möhren zugeben und 3 Minuten weiter braten lassen, die Mischung mit dem Curry bestreuen, umrühren und kurz mitbraten lassen. Thymian zugeben und mit Salz & Pfeffer abschmecken. Das Gemüse zur Seite stellen und etwas auskühlen lassen.

Den Ofen auf 150° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Couscous, Gemüsemischung, Magerquark und Ei in einer Schüssel zu einer Masse verkneten. Aus der Masse nun Bratlinge formen (nasse Finger/ Hände machen das formen einfacher). In einer Pfanne Öl erhitzen (mittlere Hitze) und darin die Bratlinge von jeder Seite 3 Minuten braten lassen und anschliessend auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech (2ter Einschub von unten) für 15 Minuten in den heissen Ofen geben.

Während die Bratlinge im Ofen garen könnt ihr einen Salat machen (bei uns gab es Portulak, Gurke und Möhre in Apfel-Dressing) und einen Kräuterquark herstellen.

Quelle: Essen & Trinken - Für jeden Tag 04/2009

 

Bierbrot aus dem Topf

Ich bin endlich im Besitz einer Cocotte* 🙂

Lange habe ich sie angeschmachtet und in der Vorweihnachtszeit habe ich dann bei einem günstigen Angebot zugeschlagen. Und wie sollte es anders sein, ich liebe sie sehr, denn man kann in so einer Cocotte noch ganz andere tolle Dinge machen, ausser den ’schnöden‘ Sonntagsbraten, der hier ja eh nicht auf den Tisch kommt. 🙂

Bierbrot aus der Cocotte // www.friesikochtundbackt.com

Zum Beispiel eignet sie sich sehr gut zum Brot backen. 

Das musste ich natürlich testen und so gab es ein Bierbrot aus dem Topf nach einem Rezept von Zorra. Herausgekommen ist ein leckeres Brot mit super Kruste und tollem Geschmack.

Zutaten für 1 kg Laib Brot:

  • 20 Gramm Anstellgut
  • 190 Gramm lauwarmes Wasser
  • 150 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 600 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 5 Gramm Hefe
  • 330 ml Malzbier (ich Schnorr-Bräu)
  • 50 Gramm Wasser
  • 16 Gramm Salz
  • 1 EL Zuckerrübensirup

Bierbrot aus der Cocotte // www.friesikochtundbackt.com

 

Zubereitung:

Das Anstellgut mit 190 Gramm Wasser und 150 Gramm Roggenvollkornmehl verrühren und zugedeckt 12 Stunden / über Nacht gären lassen.

Nach 12 Stunden alle Zutaten (ausser dem Salz) in die Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf niedrigster Stufe kneten lassen, dann das Salz zu geben und weitere 6 Minuten kneten lassen.

Den Teig zudecken und 90 Minuten gehen lassen. Dabei nach jeweils 30 Minuten Dehnen & Falten. Den Teigling nach 90 Minuten rund wirken und einem bemehlten Gärkorb mit Schluss nach unten ca. 90 Minuten gehen lassen (natürlich zugedeckt).

Den Topf mit Deckel in den Ofen geben und den Ofen auf 250° vorheizen (das dauert ca 30 Minuten, da der Topf ja mit aufgeheizt werden muss).

So, und nun verbrennen wir uns bitte nicht die Finger und tragen die ganze Zeit Ofenhandschuhe!

Den Topf aus dem Ofen holen oder wenn ihr einen Auszug habt der Blech samt Topf gut hält, das Blech samt Topf aus dem Ofen ziehen. Den Deckel abnehmen und zur Seite tun. Das Garkörbchen über dem Topf umdrehen und das Brot so grade wie möglich in den Topf gleiten / fallen / plumpsen lassen. Wenn es sich verdreht, einfach oben mit einem scharfen Messer einschneiden. Deckel drauf, Topf in den Ofen, 45 Minuten backen lassen.

Das fertige Brot aus dem Topf holen und auf einem Blech auskühlen lassen.

Ihr könnt auch einen Steinguttopf vom Schweden oder einen Römertopf oder eine Glasauflaufform mit Deckel oder, oder, oder nehmen…. Hauptsache der ‚Topf‘ ist verschliessbar und für den Ofen und die Temperatur geeignet.

Viel Spass und Erfolg und vor allem, lasst es Euch schmecken 🙂

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Bananenkuchen mit Schokolade und Walnüssen (keine Affenkotze) oder die Rettung der morbiden Bananen

In meinem Büro gibt es wöchentlich einen Obstkorb, den ein netter Herr lächelnd am Montag in unser Büro trägt. Am Freitag um 17 Uhr liegen in dem Korb immer noch ein paar ungeliebte Bananen  die die beste Zeit hinter sich gelassen haben. Oft landen diese dann im Müll, weil sich Niemand erbarmen möchte. Vor 2 Wochen habe ich mich den Bananen annehmen wollen, um ihnen ein trauriges Ende im  Müll zu ersparen.
Freitag 15 Uhr, ich will die Bananen retten und sie sind weg… Die Kollegin hatte sie schon entsorgt. Glücklicherweise haben Bananen von der Natur die bester Verpackung der Welt erhalten und ich konnte sie den Fängen des Mülleimers wieder entreissen.

Am Sonntag gab es dann lauwarmen Bananen-Schokokuchen der meinen Vater am Tresen in Jacke und Schuhen zum bleiben animierte und dem ich dann noch ein Stück einpackte. Im Büro war die Begeisterung ähnlich und es gab sogar Kollegen, die am Dienstag die Reste für sich beanspruchen wollten.

Lange Rede kurzer Sinn: Hier kommt das Rezept für einen unglaublich leckeren Bananen-Schokokuchen mit dem ihr die morbiden Bananen dieser Welt vor dem Mülleimer retten könnt, denn erst wenn sie Niemand mehr will sind sie perfekt.

Zutaten für eine Kastenform (ca. 25 cm lang)

  • 3 Bananen (ca. 400 Gramm mit Schale)
  • 150 Gramm weiche Butter + etwas zum einfetten der Form
  • 180 Gramm Rohrohrzucker
  • 110 ml Buttermilch
  • 3 Eier
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 100 Gramm gehackte Walnüsse
  • 200 Gramm gehackte Schokolade
  • 1 EL Kakao (kein Schokopulver!)
  • 350 Gramm Mehl 405 er (ich 300 Gramm Mehl und 50 Gramm Weizendunst)

Stück Schoko-Bananenkuchen

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 180° (Ober- und Unterhitze) vorheizen, die Kastenform mit Butter einfetten und den Boden zusätzlich mit Backpapier auskleiden.

In der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, anschliessend die Eier einzeln unterrühren.
Die Bananen schälen, mit einer Gabel ordentlich zu Mus verarbeiten und dieses  zusammen mit der Buttermilch unter die Zucker-Ei Mischung rühren.
Das Mehl mit dem Kakao, Salz und dem Natron vermengen und unter die Masse rühren, zum Schluss die gehackten Walnüsse und die Schokolade unterheben, gut verrühren und mit einem Löffel in die Form geben.

Auf dem zweiten Einschub von unten ca. 45 Minuten backen lassen.
Stäbchenprobe! Das Stäbchen sollte fast sauber (bis auf geschmolzene Schokolade) aus dem Kuchen kommen 🙂

Schoko-Bananen-Kuchen aka Affenkotze

Durch die Bananen bleibt der Kuchen theoretisch lange saftig und frisch, in der Praxis ist er da und wieder weg… 🙂

… ich bin gespannt welcher Kollege sich heute die morbiden Bananen aus dem Obstkorb sichert, es sind noch genau 3 Stück da.

Quelle: Valentinas Kochbuch - Rezept von Rose Carrarini: Bananenkuchen

Pesto-Spinat Pizza mit Knoblauch und getrockneten Tomaten

Man glaubt es kaum, aber ich habe noch ein zweites Rezept für den Pestostorm von der Küchenchaotin *tusch*
Das war mit gar nicht bewusst, aber ich wollte Euch doch unbedingt das tolle Pizzarezept präsentieren, das ich bei Maja gefunden habe.
Ich habe es bis auf getrocknete Tomaten genau so übernommen und ich kann Euch sagen, es ist der Knaller. Super lecker und steht vor Knoblauch… Ihr solltet also am Tag nach dem Genuss dieser Pizza keinen Kundentermin haben 🙂
Wenn ich dabei bin, kann ich Euch auch gleich noch das Rezept für den besten Pizzateig der Welt präsentieren, der stammt aus Italien Vegetarisch und hat es binnen Wochen bei uns auf den ersten Platz geschafft. 

Zutaten für 2 Esser / 1 grosse Pizza:

  • 300 Gramm Mehl (405er oder italienisches 00er)
  • 6 Gramm frische Hefe
  • Prise Zucker
  • 6 Gramm Meersalz
  • 135 ml lauwarmes Wasser
  • 4 getrocknete Tomaten in Öl, gewürfelt
  • 1 Büffelmozarella
  • 100 Gramm Spinat (ich TK Ware / Bio)
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Knoblauchzehe geschält und geviertelt
  • 20 Gramm Pinienkerne
  • 20 Gramm Parmesan gerieben
  • 50 ml Sahne
  • 1 – 2 El Olivenöl
  • Salz, Pfefer
  • etwas Zitronensaft
  • 35 ml Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt

Pesto-Spinat-Knoblauch Pizza

Zubereitung:

Hefe mit Zucker in etwas lauwarmen Wasser auflösen, dann etwas Mehl dazugeben und verrühren bis man einen sehr weichen Vorteig hat. Diesen 60 Minuten gehen lassen.

Den Vorteig mit 300 Gramm Mehl, 135 ml Wasser und dem Salz zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell müsst ihr etwas mehr Wasser oder Mehl nehmen, das ist immer schwer zu sagen, da jedes Mehl eine andere Aufnahmemenge an Wasser hat. Den Teig in eine Schüssel geben, diese mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und den Teig 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppelt haben.

Den Teig zu einer Kugel formen, etwas flach drücken, zudecken und 30 Minuten gehen lassen.

Während der Teig geht den Ofen auf 250° vorheizen (Backstein oder Backblech mit vorheizen) und aus den 2 gehackten Knoblauchzehen und den 35 ml Olivenöl ein Knoblauchöl zaubern. Dafür Öl und Knoblauch zusammen in eine Schale geben. Fertig ist das Knoblauchöl 🙂

Basilikum, Pinienkerne, Parmesan und Knoblauch im Mixer zu einer Masse vermengen, das Olivenöl zugeben (nicht mixen, das Pesto wird sonst bitter weil das Öl das nicht mag). Zum Schluss die Sahne unterrühren und das Pesto mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken.

Die Pizzakugel ausrollen (eckig, rund, oval – wie ihr mögt), mit dem Pesto bestreichen, mit Blattspinat belegen, den Mozzarella zerrupfen und auf der Pizza verteilen.

Die Pizza für 7 – 10 Minuten in den Ofen geben (Backblech 2ter Einschub von unten / 2ter Einschub von oben), bis der Teig Blasen schlägt und  leicht gebräunt ist.

Die Pizza mit etwas Knoblauchöl beträufeln und die getrocknete Tomate auf der Pizza verteilen.

Pestostorm der Küchenchaotin

Living Kitchen 2015 – ein Tag mit Grohe & Siemens und der schnellste Marmorkuchen der Welt

Wenn die Mädels von Blogst (Ricarda und Clara) einen Tag auf der Living Kitchen organisieren, zu dem man sich anmelden darf, dann checke ich schnell den Urlaubsplan im Büro und die Zugverbindung von Bremen nach Köln. Die Übernachtungsmöglichkeiten habe ich auch geprüft, aber von dem was so ein Hotel in Köln zur Messerzeit pro Nacht an Geld nimmt, können wir eine Woche mit der Wohndose an der Ostsee stehen.
Also bin ich am 22.01. frohen Mutes in aller Frühe aufgebrochen und bin nach einer etwas turbulenten Tour Mittags in Köln angekommen.

Die Messe ist gigantisch gross und es gab sehr viel zu entdecken. Für Küchen & Technik Nerds wie mich gab es einen Herd mit dem man im Internet surfen kann, Mineralwasser welches direkt aus dem Hahn kommt, Backöfen die mitdenken und Elektrogeräte die per App bedient werden können und vieles mehr zu bestaunen.

Im Rahmen des Events waren wir Mittags bei Grohe eingeladen.
Grohe, ihr wisst schon, dass sind die, die Euch schon mit ihren diversen Wasserhähnen, Duschen und Küchenarmaturen auf der Welt begegnet sind. Und wer glaubt bei Wasserhähnen gäbe es keine Innovationen, der irrt gewaltig, denn Grohe hat uns ein paar interessante Neuerungen vorgestellt.

  • eine Armatur die sich per Berührung an- und wieder abschalten lässt.
    Dieses ist ein Feature, dass sowohl die Bäckerin in mir als auch die Hackschwester neben mir erstrahlen lies.
  • eine Armatur die dank kleinem Boiler immer 100° heisses Wasser parat hat. Für Tee, die Desinfizierung der Einmachgläser oder, oder oder…. Das System nennt sich Grohe Red und der Boiler verbraucht lt. Grohe nicht mehr als ein Wasserkocher.
  • eine Armatur die das Mineralwasser in Trinktemperatur direkt aus dem Hahn wirft. Und weil das noch nicht genug ist, kann man auch noch auswählen ob man sein Wasser gerne prickelnd, mild oder eher still haben möchte. Das System nennt sich Grohe Blue und ist in verschiedenen Grössen erhältlich.

Nach ein paar Stunden auf der Messe haben wir uns dann bei Siemens eingetroffen um uns dort die Neuerungen vorführen zu lassen. Die neue IQ Reihe von Siemens lässt sich per App steuern, man kann sogar den Backofen von der Arbeit aus vorheizen lassen 🙂

Der Siemens IQ700 Backofen hat eine sehr umfangreiche aber dennoch leicht verständliche Steuerung mit diversen vorprogrammierten Gerichten, er misst mit einem Backsensor die Feuchtigkeit im Ofen und erkennt so den Garzustand, die Öfen haben eine 4D Heißluft und dank VarioSpeed (integrierter Mikrowelle) werden die Gerichte schneller fertig.

Nach der Vorstellung der Geräte haben wir dann von bzw. mit Jeanny von Zucker Zimt & Liebe den schnellsten Marmorkuchen der Welt gebacken.

Leider konnte ich die Abendveranstaltung nicht mit geniessen, da ich den letzten Zug nach Hause nehmen musste. Es war aber auch ohne wund getanzte Füsse ein wundervoller Tag und die Wunschliste der neuen Küchengeräte ist, wie sollte es auch anders sein, sehr lang geworden 🙂

Für Euch gibt es, mit freundlicher Genehmigung von Siemens Home Deutschland hier noch das Rezept für den schnellsten Marmorkuchen der Welt, gebacken im IQ700.

Rezept Marmorkuchen im Glas / Siemens Home Deutschland

 

Wenn ihr keinen Ofen mit Automatikprogramm habt nehmt die Backzeit eines Marmorkuchens in eurem Ofen als Grundlage und denkt an die Stäbchenprobe 🙂

Spaghetti mit Brokkoli-Pistazien-Pesto

Esst ihr lieber Pasta oder Kartoffeln? Ich lasse ja nichts auf meine Kartoffel kommen, esse aber mittlerweile auch sehr gerne Pasta. Fast jeden Freitag zelebrieren wir den PastaFreitag. Es gibt also Pasta mit einer schnellen Sosse/ Pesto / Gemüse etc. Letztes Wochenende (am Samstag…) gab es Spaghetti mit einem Pesto aus Brokkoli, Pistazien und Zitrone. Das hat uns gut geschmeckt und passt perfekt zum aktuellen ‚Pestostorm‘ Event bei der Küchenchaotin 🙂

 Zutaten für 2:

  • 250 Gramm Spaghetti
  • 1 kleiner Brokkoli (ca. 145 Gramm Brokkoli Röschen geputzt – ihr könnt natürlich auch TK Ware nehmen, wenn es ganz schnell gehen muss)
  • 50 Gramm Pistazien (geschält und ungesalzen)
  • die Schale (ca. 1 TL)  und den Saft (ca. 20 Gramm) einer halben BIO / unbehandelten Zitrone
  • 2 TL Olivenöl
  • 50 Gramm Parmesan (gerieben)
  • Salz, Pfeffer

Spaghetti mit Pesto aus Brokkoli, Pistazien und Zitrone

Zubereitung:

Die Brokkoli Röschen in kochendem Salzwasser ca. 4 Minuten köcheln lassen, abgiessen und warm stellen.

Die Spaghetti gemäss Packungsanweisung zubereiten.

Während die Nudeln kochen könnt ihr das Pesto zubereiten. Dafür ca. 2/3 der Brokkoli Röschen mit 2/3 der Pistazien gemeinsam pürieren (Stabmixer oder ähnliches), wenn ihr eine Masse hergestellt habt 2/3 des Parmesans und die gesamte Zitronenschale unterrühren lassen. Unter die Masse das Olivenöl geben (nicht mehr mixen, sonst wird das Öl und somit das gesamte Pesto bitter). Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit dem Zitronensaft vorsichtig sein, ich fand es mit dem gesamten Saft gut, dem Mann war es einen Tick zu sauer. 😉

Wenn die Spaghetti fertig gekocht sind von dem Kochwasser ein paar EL sicherstellen. Das sichergestellte Kochwasser nach und nach zum Pesto geben, damit es schön sämig wird.

Die Spaghetti in einer grossen Schüssel mit dem Pesto vermengen (man darf dafür auch gerne die gewaschenen Hände nehmen, das macht es viel einfacher), auf Tellern anrichten und mit dem restlichen Brokkoli, Parmesan und den Pistazien servieren.

Pasta mit Brokkoli-Pistazien-Zitronen-Pesto // www.friesikochtundbackt.com

 

Und jetzt, husch rüber zur Mia aka Küchenchaotin, dort haben sich schon Rezepte für etliche köstlich aussehende Pestos angesammelt.

Die Idee für das Pesto habe ich hier her: Buzzfeed

 

Gersterbrot

Wenn ihr nicht aus Norddeutschland, vornehmlich Hannover oder Bremen kommt, dann kennt ihr das Gersterbrot vielleicht nicht, denn das Gersterbrot ist eine Hannover Spezialität die sich auch in Bremen grösster Beliebtheit erfreut. Der Name hängt mit dem gerstern (Abflämmen) zusammen, durch dass das Brot eine dunkel ausgeprägte Kruste erhält. Gerste ist, auch wenn der Name es vermuten lässt, in dem Brot nicht enthalten.
Da ich ’ne Bremer Deern bin, bin ich mit diesem Brot quasi aufgewachsen. Obwohl, da war ja noch das ‚Oberländer’… Wie auch immer, ich mag dieses Brot sehr gerne. Bei Ketex habe ich vor Jahren ein Rezept gefunden, welches dem Original sehr nah kommt.
Ich habe das Brot dieses Mal mit Sauerteig und Lievito Madre gebacken, ihr könnt aber auch Sauerteig und Hefe nehmen oder nur Sauerteig. Wie ihr mögt.

Wenn ihr keinen Sauerteig habt und gerne einen hättet, findet ihr hier eine sehr gute Anleitung zum ansetzen eines Sauerteigs: Der Sauerteig das unbekannte Wesen 😉

Zutaten für 1 Kilo Brot

  • 265 Gramm Roggenmehl 1150
  • 265 Gramm warmes Wasser
  • 27 Gramm Anstellgut (Roggen)
  • 275 Gramm Roggenmehl 1150
  • 140 Gramm Weizenmehl 1050
  • 14 Gramm Salz
  • 180 Gramm warmes Wasser
  • optional: 50 Gramm Lievito Madre oder 10 Gramm frische Hefe

Gersterbrot mit Sauerteig und Lievito Madre // www.friesikochtundbackt.com

Zubereitung:

265 Gramm Roggenmehl, 265 Gramm Wasser und 27 Gramm Anstellgut zu einem Teig verrühren und 16-18 Stunden bei Raumtemperatur zum Sauerteig reifen lassen.

Den Sauerteig mit den restlichen Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 7 Minuten auf niedrigster Stufe zu einem Teig kneten lassen, anschliessend den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Den Teigling nach der  Ruhephase auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, rund wirken und lang stossen. Den Teigling mit Wasser abstreichen und mit einem Lötbrenner gerstern (abflämmen) bis sich dunkle Sprenkel gebildet haben. Bitte nicht die Küche in Flammen setzen!

Gerstern des Gersterbrots mit Lötbrenner // www.friesikochtundbackt.com

Den Teiglinge mit dem Schluss nach unten und den dunklen Sprenkeln nach oben in eine Kastenform geben und abgedeckt gehen lassen. Mit Hefe/ Lievito Madre dauert dieses ca. 70 Minuten ohne etwa 90 Minuten.

Den Ofen auf 260° (Ober- und Unterhitze) vorheizen, das Brot in den Ofen geben (2ter Einschub von unten) und ordentlich Schwaden (ich stelle eine Edelstahlschüssel auf den Ofenboden, lasse diese mit aufheizen und gebe dann etwas Wasser hinein, wenn das Brot in den Ofen kommt), nach 15 Minuten die Ofentür öffnen und die Feuchtigkeit ablassen. Die Temperatur auf 200° runter stellen und das Brot weitere 35 Minuten backen lassen. Nach den 35 Minuten das Brot aus der Form nehmen und ohne Form wieder in den Ofen geben. Den Ofen von Ober-und Unterhitze auf Umluft umstellen (200° beibehalten), die Tür des Ofens einen Spalt geöffnet lassen und weitere 10 Minuten backen lassen.
Das Brot ist fertig, wenn es beim anklopfen leicht hohl klingt. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und geniessen. 🙂

Gersterbrot mit Sauerteig und Lievito Madre/ www.friesikochtundbackt.com

Quelle: Ketex - Gersterbrot