Abend-Brot

Abend-Brot

Es gibt bei Facebook einige tolle Gruppen für backbegeisterte Menschen, eine davon wurde von Lutz aka Ploetzblog und Björn aka Brotdoc ins Leben gerufen. Die beiden beantworten dort tapfer Fragen zu ihren Rezepten und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das finde ich sehr, sehr großartig, denn egal wie lange man schon backt, Fragen hat man immer. Als Lutz sein Abend-Brot online gestellt hatte, kam es mir immer wieder in den Bildschirm gesprungen. Es wurde viel nachgebacken, sah immer gut aus und die Bäcker waren alle begeistert vom Aroma des AbendBrots. Als wir vor ein paar Wochen Besuch hatten, habe ich dann das Rezept für das Abendbrot auserwählt. Aus dem Rezept habe ich 2 Brote a 650 Gramm gebacken. Eins ist bei uns geblieben, das zweite hat der Besuch Nachmittags mit nach Hause genommen. Ich kann Euch verraten, dass von dem mitgereisten Brot nur noch ein kläglicher Rest den nächsten Tag erlebt hat 🙂
Da ich eine anerkannte Chaotin bin, habe ich das Rezept teilweise ungewollt etwas abgewandelt und ich habe eines der beiden Brote im Topf gebacken.
Am Ende ist es egal ob im Topf gebacken wurde oder nicht, dieses Brot ist in beiden Variationen unserer aktueller Favorit. Frisch angeschnitten mit Butter und Salz oder beim Grillen oder zum Frühstück oder getoastet – das Aroma ist wirklich ein Traum.

Zutaten für 1 x 1300 Gramm oder 2 x 650 Gramm AbendBrot:

Sauerteig Weizen

75 Gramm Weizenmehl 550 (original: 1050er)
75 Gramm Wasser (50°)
38 Gramm Anstellgut vom Roggensauer (original: Weizensauer)

Sauerteig Roggen

75 Gramm Roggenmehl 1150 (original: 1370)
75 Gramm Wasser (50°)
38 Gramm Anstellgut vom Roggensauer

Brühstück

50 Gramm Altbrot (getrocknet und gemahlen) & 25 Gramm Paniermehl – (original: 150 Gramm Altbrot)
225 Gramm kochendes Wasser
15 Gramm Salz

Hauptteig

Beide Sauerteige & das Brühstück
150 Gramm Hartweizenmehl (original: Hartweizengriess)
375 Gramm Weizenmehl 550
45 Gramm Roggenmehl 1150 (original: 1370)
15 Gramm Sonnenblumenöl, nativ (original: Rapsöl, nativ)
7,5 Gramm Hefe
150 Gramm Wasser (45°)

Zubereitung:

Die Zutaten für die Sauerteige jeweils in einer Schüssel vermengen, 3 – 4 Stunden gut abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen und anschliessend für 12 Stunden in den Kühlschrank geben. Der Teig soll bei 5° stehen, bei uns im Kühlschrank haben wir die 5° auf dem untersten Einlegeboden. Am Besten messt ihr die Temperatur auf den einzelnen Böden in Eurem Kühlschrank vorher.

Eine Stunde bevor der Sauerteig seine Zeit im Kühlschrank abgesessen hat: das Altbrot mit dem Salz verrühren und mit dem kochenden Wasser zu einer Pampe vermengen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde stehen lassen. (Nicht länger, da sonst die Temperatur für den Hauptteig fehlt)

Alle Zutaten für den Hauptteig in die Schüssel der Knetmaschine / Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf niedrigster und anschliessend 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen. Anschliessend den fertig gekneteten Teig 40 – 45 Minuten ruhen/ gehen lassen.

Nach 45 Minuten den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben,ein oder zwei Brote wirken, diese mit dem Schluss nach unten in das bemehlte Gärkörbchen geben und 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Wenn ihr das Brot im Topf backen wollt, müsst ihr diesen samt Deckel mit dem Ofen vorheizen, das dauert je nach Topf 30 – 45 Minuten. In jedem Fall wird der Ofen mit Topf oder Backstein oder Blech auf 250° (Ober-und Unterhitze) vorgeheizt. Wenn ihr nicht im Topf backt, stellt Euch eine Edelstahlschüssel auf den Ofenboden um beim Anbacken des Brots Wasserdampf zu erzeugen (Schwaden).

Den Teigling auf den Backstein geben (Schluss nach oben) oder vorsichtig in den Topf plumpsen lassen. Wenn ihr ohne Topf backt, in die Schüssel auf dem Boden kaltes Wasser geben (ich nutze eine Einwegspritze). Die Temperatur nach 10 Minuten auf 220° stellen und das Brot 40 Minuten (insgesamt 50 Minuten) backen lassen. Wenn ihr 2 Brote backt verringert sich die Zeit auf 35 bzw. 45 Minuten.

Abend-Brot angeschnitten

3 Gedanken zu „Abend-Brot

  1. Hallo Friesi,

    wow das sieht ja super aus, wie vom besten Bäcker…wirklich tolle Kruste und wunderschöne Farbe! Und da gebe ich dir wirklich Recht, zu frischem und auch noch selbstgebackenem Brot braucht man nicht mehr als Butter und Salz 🙂

    Bei uns gibt es gerade ein kulinarisches Giveaway ich würde mich total freuen, wenn du mitmachst…

    Ganz liebe Grüße,
    Magdalena

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