Archiv für den Monat: September 2015

Tomaten-Bulgurpfannkuchen

Bis vor ein paar Monaten hatte ich ein Paket Bulgur im Schrank stehen, denn ich hatte mal gelesen, dass das eine tolle Alternative zum den Einheitsbrei ist. Gut für Füllungen, Salate, Beilagen etc. Das Paket lag im Schrank, und lag da und lag da und lag da. Dann bin ich über die ersten Rezepte gestolpert und habe die Packung geöffnet. Mittlerweile gibt es regelmässig Bulgur bei uns. Ich habe festgestellt, dass mich das Zeug unglaublich satt macht (selbes Phänomen zeigt sich bei mir auch mit Quinoa), ein toller Nebeneffekt, den ich aber immer gern verdränge. So sass ich im Büro mit dem Tomaten-Bulgurpfannkuchen und hatte durchaus Probleme ihn komplett zu essen.
Im Büro in der Mikrowelle kurz erwärmt und anschliessend mit Salat gefüllt macht er eine gute Figur, frisch aus der Pfanne wäre aber die erste Wahl.

Das Rezept ist für 6 Pfannkuchen und reicht auch für 6 Personen. Vorausgesetzt die Esser stehen nicht kurz vorm aushungern, weil sie z.B. den ganzen Tag den Garten von links nach rechts gedreht haben.

Das Rezept habe ich in der Ausgabe 07 / 2013 der Zeitschrift ‚Essen und Trinken‘ gefunden und leicht angepasst.

Tomaten-Bulgur Pfannkuchen

Zutaten für 6 Pfannkuchen:

  • 250 Gramm Mehl (405er)
  • 400 ml Tomatensaft
  • 4 Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 3 TL Ducca
  • 2 Datteln (fein gehackt)
  • 80 Gramm Bulgur
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Weissweinessig
  • 1/2 TL Salz & eine Prise Pfeffer
  • Öl zum Braten

Zutaten für den Salat:

  • 150 Gramm Feta (ich empfehle scharf eingelegten)
  • 250 Gramm Tomaten
  • 40 Gramm schwarze Oliven (mit Stein und selbst entkernen oder gleich ohne Kerne)
  • 40 Gramm / 1 Bund Minze
  • 70 Gramm / 1 Bund glatte Petersilie
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Den Bulgur waschen und mit Datteln, Essig und Gemüsebrühe gem. Packungsanweisung kochen und abkühlen lassen.

Das Mehl in einer Rührschüssel mit dem Backpulver vermischen, Tomatensaft, Eier, Ducca, Salz, Pfeffer zugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig 30 Minuten quellen lassen.

Für den Salat die Tomaten je nach Grösse halbieren, vierteln oder achteln, die Minze & die Petersilie waschen und die Blätter abzupfen. Die Oliven halbieren und, falls nötig, entkernen. Alles in eine Schüssel geben und vermengen.

Eine Pfanne erhitzen und möglichst wenig Öl hineingeben, das Öl mit einem Küchentuch in der Pfanne verteilen (sonst saugt sich der Pfannkuchen mit Öl voll und schmeckt nicht mehr). Den Bulgur unter den Teig mengen und aus dem Teig in der Pfanne nacheinander 6 Pfannkuchen backen. Die fertigen Pfannkuchen im Ofen bei 50° warm halten, bis alle fertig sind.

Olivenöl & Zitronensaft an den Salat geben, vermengen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Den Salat auf die Pfannkuchen verteilen (auf die Hälfte), den Feta auf den Salat geben, die Pfannkuchen zuklappen und servieren.

Wenn ihr die Pfannkuchen nicht sofort esst, könnt ihr entweder nur so viele Pfannkuchen backen, wie ihr essen wollt und den restlichen Teig bis zum nächsten Tag, in einer verschlossenen Schüssel, im Kühlschrank lagern oder ihr lagert die ausgebackenen Pfannkuchen ebenfalls im Kühlschrank. Nur so viel Salat mit Olivenöl & Zitronensaft marinieren wie ihr benötigt und den restlichen erst kurz vor Verzehr marinieren. Sonst habt ihr am nächsten Tag Matschepampe.

Sommerbrot

Sommerbrot angeschnitten

Sieht aus wie ein Ciabatta, schmeckt aber besser 🙂
Dank Vorteig, Sauerteig und Quellstück aus Altbrot hat das Brot ein super Aroma. Der Teig ist gut zu bearbeiten, man sollte aber schon ein wenig Erfahrung in der Teigbearbeitung haben. Björn aka Brotdoc, von dem das Rezept stammt, hat ein Video zur Teigbearbeitung gemacht. Anschauen lohnt sich 🙂

Zutaten für 2 Brote:

Vorteig:

  • 400 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 400 Gramm Wasser
  • 0,4 Gramm frische Hefe (wenn die Waage das nicht schafft, nehmt das Auge: Es sollte ein erbsgrosses Stück sein)

Quellstück:

  • 110 Gramm Altbrot geröstet & gemahlen oder Paniermehl vom Bäcker
  • 220 Gramm Wasser (kalt)

Hauptteig:

  • Vorteig
  • Quellstück
  • 800 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 336 Gramm Wasser (kalt)
  • 40 Gramm Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 10 Gramm frische Hefe
  • 25 Gramm Salz

Sommerbrot Instagram

 

Zubereitung:

Die Zutaten für den Vorteig gut vermischen und abgedeckt bei Zimmertemperatur 12 Stunden gehen lassen.

15 Minuten vor Ablauf der 12 Stunden das Altbrot mit dem Wasser vermengen. Man erhält eine Pampe, das Quellstück 15 Minuten quellen lassen.

Alle Zutaten, bis auf Hefe & Salz, in die Rührschüssel geben, 2 Minuten auf niedrigster Stufe kneten und dann 20 Minuten ruhen lassen. Salz & Hefe zugeben, 3 Minuten auf niedrigster Stufe kneten und anschliessend weitere 5 Minuten auf mittlerer Stufe. Der Teig sollte nicht zu fest sein, wenn er zu fest ist noch ein Schubs Wasser unterkneten.

Den Teig in eine rechteckige Schüssel geben und 2,5 Stunden abgedeckt ruhen lassen. Nach 45 und 90 Minuten den Teig strecken & falten.

Den Ofen mit Backstein auf 275° vorheizen, auf dem Ofenboden habe ich eine Edelstahlschüssel stehen, die mit erhitzt wird um beim Einschiessen die nötigen Schwaden zu erzeugen.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche kippen, in der Mitte in 2 ca. gleich grosse , möglichst rechteckige Teile teilen.  Die Teiglinge jeweils von beiden kurzen Seite aus einfalten, danach die Ecken der Teiglinge nehmen und in die Mitte ziehen, so dass sich alle 4 Ecken treffen, den Teigling umdrehen und für 15 Minuten in ein Leinentuch geben.

Klingt kompliziert? Dann guck doch nochmal in das oben verlinkte Video!

Die Teiglinge auf den Einschiesser kippen (also den Teigling umdrehen, Schluss nach oben) und auf den Backstein geben. Mit einer Spritze Wasser in die Edelstahlschüssel geben und die Tür zügig schliessen. Die Temperatur auf 240° reduzieren und die Brote 35 – 40 Minuten backen lassen.

Sommerbrot & Abendbrot Instagram

Auf einem Rost auskühlen lassen.

Quelle: Sommerbrot vom Brotdoc

 

Zucchini Feta Puffer

Da ich seit Monaten tapfer für’s Büro mit- bzw. vorkoche, bin ich immer auf der Suche nach Bürotauglichen Gerichten fernab von Stulle und Suppe. Im Internet bin ich über ein Rezept für  Zucchini Puffer gestolpert. Statt Ricotta habe ich cremigen Kuhbeta aus Dänemark verwendet und war von dem Ergebnis begeistert.
Den Feta bekommt man, in Bremen auf dem ‚Wochenmarkt
Domshof‘ oder Samstags auf dem ‚Wochenmarkt in Borgfeld‘, am Stand von Mehdi. Ich gehöre zu den Stammkunden, ihr solltet ihn mal besuchen und ein paar Oliven, Feta und / oder Cremes mitnehmen. So, köstlich! Ich bin süchtig nach den Oliven in MangoChutney, schwarzen Oliven in Kräutern und dem scharf eingelegten Feta.

Zucchini Feta Bratling

Aber zurück zu den Puffern, die haben sich im Büro mit Zaziki, Oliven und einem Salat sehr gut gemacht.

Zutaten:

  • 200 Gramm Zucchini grob geraspelt
  • 100 Gramm cremiger Feta
  • 3 EL Parmesan gerieben
  • 1 Ei
  • 3 EL Mehl
  • Salz & Pfeffer
  • Olivenöl zum Braten

Zubereitung:

Die Zucchini mit Feta, Ei, Parmesan und Mehl vermengen, mit Salz & Pfeffer würzen und kurz quellen lassen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, den Teig mit einem Esslöffel in kleinen Portionen in die Pfanne geben und von beiden Seiten ca. 4 Minuten bei mittlerer Hitze braten lassen. Auf einem Küchenkrepp ablegen und die restliche Masse genauso verarbeiten.

Wenn ihr die Bratlinge gleich essen wollt, haltet die gebratenen Puffer im Ofen bei 100° warm, bis alle fertig gebraten sind.

Ich habe aus dem Teig 6 Bratlinge bekommen und habe diese im Büro lauwarm gegessen.

Die Kombi mit dem Salat, Oliven und Zaziki war sehr, sehr passend.

Abgewandelt nach: Zucchinipuffer mit buntem Tomatensalat

Süchtig machende Baked Beans

Baked Beans nach 'Auf die Hand'

Wie ich ja schon in der kürzlich veröffentlichten Rezension von ‚Auf die Hand‚ erwähnte, bin ich süchtig nach dem Baked Beans Rezept aus dem Kochbuch.
Das skurile daran ist, dass ich mir sicher war, dass ich keine getrockneten Bohnen mag und Baked Beans schon gar nicht. Dieses Bohnen in Tomatensosse sahen auf den Dosen in den Geschäften aber auch immer seltsam und wenig appetitlich aus. Warum ich mich dazu hab hinreissen lassen, das Rezept zu probieren, weiss ich nicht mehr. Aber am Ende ist es gut so, denn wie 
bereits erwähnt: Ein Leben ohne diese Baked Beans ist möglich, aber sinnlos.

Huevos Rancheros - auf die Hand
Huevos Rancheros mit Baked Beans

Zutaten für viele, viele Baked Beans (sollte so für 4 – 6 Personen reichen):

  • 250 gr. getrocknete weisse Cannelini Bohnen
  • 1 Gemüsezwiebel – fein gewürfelt
  • 50 Gramm getrocknete Tomaten in Öl – fein gewürfelt
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 2 EL Paprikapulver (edelsüss)
  • 1 – 2 Messerspitzen Räucherpaprika (Pimenton de la vera)
  • 500 Gramm Tomaten aus der Dose (stückig)
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1- 2 Knoblauchzehen – fein gewürfelt
  • 1 Apfel
  • Rotweinessig
  • Senf
  • Tabasco
  • Salz
  • 4 EL Öl zum Braten

Zubereitung:

Die getrockneten Bohnen müssen über Nacht einweichen.

Am nächsten Tag einen grossen Topf auf den Herd stellen, Öl in dem Topf erhitzen. Gemüsezwiebel & Tomaten zugeben und glasig dünsten lassen. Bohnen zugeben, alles mit Pimenton de la Vera, Paprikapulver und dem Rohrohrzucker bestäuben. Anschliessend die stückigen Tomaten, samt Gemüsebrühe und Lorbeerblatt mit in den Topf geben und alles ca. 90 Minuten köcheln lassen.

Nach 90 Minuten den Apfel in den Topf reiben und die Knoblauchzehen zugeben. Alles 80 Minuten (ohne Deckel) auf niedriger Temperatur, weiter köcheln lassen. Zum Schluss sollten die Bohnen in einem dicklich eingekochten Sud liegen und sehr, sehr verführerisch riechen.

Die Bohnen mit 1-2 Spritzern Rotweinessig, 1 – 2 EL Senf, Tabasco und Salz abschmecken.

Wie bereits erwähnt bin ich süchtig und kann nicht existieren ohne ein Glas Baked Beans im Vorratsregal stehen zu haben. Man kann die Bohnen nämlich sehr gut zum Frühstück essen, oder als vegetarische Huevos Rancheros, oder man füllt Quesedillas mit den Bohnen, oder man isst sie nach einem stressigen Arschlochtag Abends auf Brot mit Ei und ist mit dem Tag wieder versöhnt.

Weil dem so ist, mache ich die doppelte Menge in meinem grossen Bräter und koche die Bohnen dann in Portionen ein. Dafür gebt ihr die Bohnen in gereinigte Gläser (ich nehme nur noch Weck Gläser, weil man die so schön stapeln kann) und kocht diese entweder im Topf oder im Ofen ein. Wie das geht steht hier *klick*

Allerdings müssen Hülsenfrüchte 90 Minuten bei 100 Grad eingekocht werden. Das ist wichtig, sonst fliegen sie Euch um die Ohren 😉

Quesedillas mit roten Bohnen, Saurer Sahne, Spinat und Gouda
Quesedillas mit Baked Beans & Spinat
Quelle: Auf die Hand von Stevan Paul

Auf die Hand – Rezension

Wenn Stevan Paul ein Buch raus bringt, dann muss ich es haben. Er trifft mit seinen Rezepten fast immer meinen Geschmacksnerv, die Rezepte sind schlüssig erklärt und haben zumeist eine sehr gute Chance, am Ende schmackhaft auf dem Teller zu landen.

Auf die Hand _ Stevan Paul & Daniela Haug
© Christian Brandstätter Verlag

In ‚Auf die Hand‚ (erschienen 2014 im Christian Brandstätter Verlag) hat er sich ausgiebig mit dem Trend-Thema Streetfood auseinandergesetzt.
Wir in Bremen sind da etwas hinterwäldlerisch, aber immerhin gab es in diesem Jahr ganze 2 Streetfood Festivals in Bremen. Ich war auf einem und hatte ‚Verzweiflungspommes‘, denn für Vegetarier war das Angebot leider überschaubar. Ich gebe aber gerne zu, dass ich süchtig nach Fritten bin und es schlimmeres gibt, als eine Portion frische Fritten mit frischer Curry-Dill Mayo.

Ähnlich wie mit dem Festival verhält es sich, auf den ersten Blick, auch mit dem Kochbuch ‚Auf die Hand‘, das Angebot an vegetarischen Gerichten wirkt, beim ersten Blättern, überschaubar. Beim zweiten durchblättern entdeckt man dann aber viele interessante vegetarische Rezepte, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Tatsächlich sind einige der vegetarischen Rezepte so gut, dass ich mittlerweile hochgradig süchtig bin.
Ich mochte z.B. nie ‚Baked Beans‘ und bin jetzt, genau, süchtig. Wir hatten Baked Beans in wirklich allen erdenklichen Variationen. Mittlerweile ist es so weit gekommen,  dass ich die Bohnen im grossen Bräter koche, um sie in Portionen einzuwecken. Denn ein Leben ohne eine Notration der Baked Beans im Schrank zu haben ist möglich, aber sinnlos.

Quesedillas mit roten Bohnen, Saurer Sahne, Spinat und Gouda

Das Buch beschäftigt sich, neben den vielen Rezepten, auch mit der Geschichte des Streetfoods und stellt ein paar Begründer und Läden vor.
So erfährt man z.b., dass das Vatos Tacos seine Tacos in Berlin-Kreuzberg in einer Garage oder aus dem ‚Vatos-Tacos-Foodtruck‘ serviert. (ich muss ja eh mal wieder nach Berlin… Das guck ich mir dann doch gleich mal an)

Das Buch ist in folgende Kapitel unterteilt:

  • Klassiker
  • Burger
  • Toasts & Sandwiches
  • Hot Dogs
  • Abendbrot & Imbiss
  • Drüber, Drunter, Drauf, Dazu

Jedes Kapitel enthält Storys, Reportagen, zugehörige Rezepte und viele, viele Bilder. Stevan führt einen so auf eine abwechslungsreiche kulinarische Reise durch die Welt des Streetfoods.

Burger Buns nach 'Auf die Hand'

Folgende Rezepte haben wir ausprobiert:

  • Huevos Rancheros (geiler Scheiss)
  • Quesedilla mit Chilibohnen, Cheddar und Spinat (grossartig)
  • Baked Beans Italian Style (geiler… ihr wisst schon)
  • Schnittlauch-Frischkäse (warum ist da eigentlich kein Schnittlauch dran? Egal, war toll zu Laugenbrezeln)
  • Sironis Burger-Buns (so fluffig und flauschig und köstlich)
  • Baked-Beans, Klassisch (LieblingsSoulfood zum Frühstück, Mittag & Abendessen)
  • KartoffelChips (köstlich, aber aufwendig)

Huevos Ranchers nach 'Auf die Hand'

Fazit:

Auf die Hand ist ein Kochbuch voll gepackt mit ‚Liebe für gutes Essen‘. Die Rezepte sind gut beschrieben und alle ausprobierten haben sehr gut funktioniert.

Für Fleischesser und Food-Begeisterte Vegetarier ist dieses Kochbuch ein absolutes ‚must have‘.

Titel:  Auf die Hand
Autor:  Stevan Paul & Daniel Haug (Fotos)
Verlag: Christian Brandstätter Verlag
Preis:  34,90
Das Kochbuch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt der Rezensionen haben weder Verlag und / oder Autor Einfluss genommen.

Diese Rezension spiegelt meine persönliche Meinung / Eindruck des Buches wieder.