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Beilagenbrot

Beilagenbrot Anschnitt

Ich habe ENDLICH mal wieder beim Synchronbacken mitgemacht.
Synchronbacken, bedeutet, dass viele Blogger ‚gemeinsam‘ ein Brotrezept ausprobieren. Gemeinsam bedeutet, auf Instagram, nicht dass ihr glaubt wir hätten uns alle in der Mitte von Deutschland zum Brot backen getroffen. Organisiert wird das Event immer von Zora & Sandra.

Dieses Mal gab es ein ‚Beilagenbrot‚. Das heisst so, weil es sich super als Beilage eignet. Zum Beispiel zu Nudeln, Salat oder ganz wunderbar zu Riesenbohnen. 🙂

Riesenbohnen Auflaufform mit Teller

Ich habe den Teig mit Olivenöl statt Schweineschmalz zubereitet (logisch) und habe bei meiner Menge Olivenöl einen sehr weichen Teig erhalten. Wenn ihr nicht so erfahren im Umgang mit weichen Teigen seid, dann reduziert die Öl Menge bitte um 10 bis 20 ml.

Zutaten:

fermentierter Vorteig (statt Lievito Madre)

  • 60 Gramm Weizenmehl (1050)
  • 40 Gramm lauwarmes Wasser
  • 0,5 Gramm Hefe
  • 0,5 Gramm Salz

Poolish

  • 300 Gramm Weizenmehl (1050)
  • 300 Gramm lauwarmes Wasser
  • 0,1 Gramm Hefe (erbsengrosses Stück)

Hauptteig

  • 100 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 500 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 350 Gramm lauwarmes Wasser
  • 22 Gramm Salz
  • 10 Gramm Hefe
  • 40 ml Olivenöl
  • Poolish
  • fermentierter Vorteig

Beilagenbrot

Zubereitung:

Den fermentierten Vorteig und Poolish anrühren, abdecken und 16 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

fermentierter Vorteig und Poolish

Alle Zutaten (bis auf das Salz) in die Knetmaschine geben und 8 Minuten auf kleinster Stufe kneten lassen, anschliessend das Salz zugeben und 5 Minuten auf 2ter Stufe kneten lassen. Den Teig in eine geölte Schüssel geben (ich nutze dieses *klick*) und 20 Minuten ruhen lassen, dann den Teig ‚Dehnen & Falten‚, das ganze insgesamt 2 mal wiederholen (also 3 mal insgesamt Dehnen & Falten).

Olivenöl statt Schweineschmalz

Den Ofen, samt Backstein (oder Backblech) und Edelstahlschüssel auf dem Ofenboden, auf 250° vorheizen.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nach belieben formen. Ich habe den Teig geviertel, die einzelnen Teiglinge runde geformt und jeweils als Paar in Gärkörbchen gegeben. Dort dann 30 Minuten gehen lassen.

Gärkörbchen

Die Brote auf den Backstein geben und unter Schwaden (Wasser per Einwegspritze in die Edelstahlschüssel) anbacken lassen, nach 10 Minuten die Schwaden ablassen, den Ofen auf 210° runterschalten und die Brote ca. 40 Minuten fertig backen lassen. Auf einem Rost auskühlen lassen.

Beilagenbrot Anschnitt schräg

Folgende Blogs haben teilgenommen und verschiedene, ganz hübsche Brote gebacken:

1x umrühren bitte aka kochtopf
auchwas
Alltagsflüchtling
Food for Angels and Devils
Summsis Hobbyküche
Kinder, kommt essen!
Dagmar’s brotecke
KochTrotz
Cuisine Violette
Backen mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen
Gourmandiese Vegetariennes

Dinkelvollkornbrot

Hallo, ich bin die verrückte Friesi, die ohne zu überlegen 800 g Dinkelkörner kauft, um diese dann mit dem Mühlenaufsatz für die Küchenmaschine zu feinem Dinkelvollkornmehl zu mahlen… Das war wirklich kurz gedacht und hat am Ende eine ganze Stunde gedauert, es war sehr laut und der Mann musste zwischendurch McGyver mäßig die Mühle kühlen. Am Ende habe ich dann aber doch noch 2 schöne und köstliche Brote aus dem Ofen geholt.
Das Rezept für das Dinkelvollkornbrot, habe ich in dem Buch ‚Gut Brot will Weile haben‘ von Günther Weber gefunden.

Kleiner Tipp, beim nächsten Mal werde ich die Mühle, die im nächsten Biosupermarkt steht nutzen. Mit der kann man die Körner direkt vor Ort malen oder schroten, das spart Zeit und Nerven 😉 Vielleicht habt ihr bei Euch in der Nähe ja auch einen Biosupermarkt oder Reformhaus, dass Euch die Körner direkt mahlt.

Dinkelvollkornbrot nach Günther Weber

Zutaten für 2 Brote a 1 Kilo

Sauerteig:

  • 50 g Sauerteigansatzk / Anstellgut
  • 225 g groben Dinkelschrot
  • 225 ml Wasser 26°

Brühstück:

  • 200 g Dinkelflocken
  • 600 ml kochendes Wasser

Hauptteig:

  • 800 g Dinkelvollkornmehl sehr fein gemahlen
  • 200 ml Wasser 20°
  • 25 g Salz
  • 12,5 g Hefe

Getreidemuehle Kenwood

Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Sauerteig am Abend vorher den Sauerteig ansetzen, dafür alles gut verrühren und abgedeckt 10 – 12 Stunden reifen lassen. Zeitgleich wird auch das Brühstück hergestellt, dafür die Flocken mit dem heissen Wasser übergiessen, kurz stehen lassen, durchrühren und  bis zum nächsten Morgen auskühlen lassen.
Am nächsten Morgen aus den gesamten Zutaten (inkl. Sauerteig & Brühstück) einen Teig kneten lassen. Knetzeit: 3 Minuten auf kleinster Stufe, 15 Minuten Ruhen lassen, 1 Minute kneten, noch mal 15 Minuten ruhen lassen und abschliessend noch mal 1 Minute kneten lassen.
Den Ofen auf 260° vorheizen, auf dem Boden des Ofens eine Metallschüssel mit aufheizen, für’s Schwaden.

Den Teig in 2 Teile teilen aus den Teilen Brote wirken und diese in gefettete Backformen geben, 45-60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Die Brote, mit Schwaden, bei 260° 10 Minuten backen lassen, danach den Ofen auf 240° runterschalten, 20 Minuten backen lassen, dann auf 200° runterschalten und weitere 20 Minuten backen lassen. Die Brote aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

DInkelvollkornbrot nach Günther Weber

Sommerbrot

Sommerbrot angeschnitten

Sieht aus wie ein Ciabatta, schmeckt aber besser 🙂
Dank Vorteig, Sauerteig und Quellstück aus Altbrot hat das Brot ein super Aroma. Der Teig ist gut zu bearbeiten, man sollte aber schon ein wenig Erfahrung in der Teigbearbeitung haben. Björn aka Brotdoc, von dem das Rezept stammt, hat ein Video zur Teigbearbeitung gemacht. Anschauen lohnt sich 🙂

Zutaten für 2 Brote:

Vorteig:

  • 400 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 400 Gramm Wasser
  • 0,4 Gramm frische Hefe (wenn die Waage das nicht schafft, nehmt das Auge: Es sollte ein erbsgrosses Stück sein)

Quellstück:

  • 110 Gramm Altbrot geröstet & gemahlen oder Paniermehl vom Bäcker
  • 220 Gramm Wasser (kalt)

Hauptteig:

  • Vorteig
  • Quellstück
  • 800 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 336 Gramm Wasser (kalt)
  • 40 Gramm Anstellgut aus dem Kühlschrank
  • 10 Gramm frische Hefe
  • 25 Gramm Salz

Sommerbrot Instagram

 

Zubereitung:

Die Zutaten für den Vorteig gut vermischen und abgedeckt bei Zimmertemperatur 12 Stunden gehen lassen.

15 Minuten vor Ablauf der 12 Stunden das Altbrot mit dem Wasser vermengen. Man erhält eine Pampe, das Quellstück 15 Minuten quellen lassen.

Alle Zutaten, bis auf Hefe & Salz, in die Rührschüssel geben, 2 Minuten auf niedrigster Stufe kneten und dann 20 Minuten ruhen lassen. Salz & Hefe zugeben, 3 Minuten auf niedrigster Stufe kneten und anschliessend weitere 5 Minuten auf mittlerer Stufe. Der Teig sollte nicht zu fest sein, wenn er zu fest ist noch ein Schubs Wasser unterkneten.

Den Teig in eine rechteckige Schüssel geben und 2,5 Stunden abgedeckt ruhen lassen. Nach 45 und 90 Minuten den Teig strecken & falten.

Den Ofen mit Backstein auf 275° vorheizen, auf dem Ofenboden habe ich eine Edelstahlschüssel stehen, die mit erhitzt wird um beim Einschiessen die nötigen Schwaden zu erzeugen.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche kippen, in der Mitte in 2 ca. gleich grosse , möglichst rechteckige Teile teilen.  Die Teiglinge jeweils von beiden kurzen Seite aus einfalten, danach die Ecken der Teiglinge nehmen und in die Mitte ziehen, so dass sich alle 4 Ecken treffen, den Teigling umdrehen und für 15 Minuten in ein Leinentuch geben.

Klingt kompliziert? Dann guck doch nochmal in das oben verlinkte Video!

Die Teiglinge auf den Einschiesser kippen (also den Teigling umdrehen, Schluss nach oben) und auf den Backstein geben. Mit einer Spritze Wasser in die Edelstahlschüssel geben und die Tür zügig schliessen. Die Temperatur auf 240° reduzieren und die Brote 35 – 40 Minuten backen lassen.

Sommerbrot & Abendbrot Instagram

Auf einem Rost auskühlen lassen.

Quelle: Sommerbrot vom Brotdoc

 

Abend-Brot

Abend-Brot

Es gibt bei Facebook einige tolle Gruppen für backbegeisterte Menschen, eine davon wurde von Lutz aka Ploetzblog und Björn aka Brotdoc ins Leben gerufen. Die beiden beantworten dort tapfer Fragen zu ihren Rezepten und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das finde ich sehr, sehr großartig, denn egal wie lange man schon backt, Fragen hat man immer. Als Lutz sein Abend-Brot online gestellt hatte, kam es mir immer wieder in den Bildschirm gesprungen. Es wurde viel nachgebacken, sah immer gut aus und die Bäcker waren alle begeistert vom Aroma des AbendBrots. Als wir vor ein paar Wochen Besuch hatten, habe ich dann das Rezept für das Abendbrot auserwählt. Aus dem Rezept habe ich 2 Brote a 650 Gramm gebacken. Eins ist bei uns geblieben, das zweite hat der Besuch Nachmittags mit nach Hause genommen. Ich kann Euch verraten, dass von dem mitgereisten Brot nur noch ein kläglicher Rest den nächsten Tag erlebt hat 🙂
Da ich eine anerkannte Chaotin bin, habe ich das Rezept teilweise ungewollt etwas abgewandelt und ich habe eines der beiden Brote im Topf gebacken.
Am Ende ist es egal ob im Topf gebacken wurde oder nicht, dieses Brot ist in beiden Variationen unserer aktueller Favorit. Frisch angeschnitten mit Butter und Salz oder beim Grillen oder zum Frühstück oder getoastet – das Aroma ist wirklich ein Traum.

Zutaten für 1 x 1300 Gramm oder 2 x 650 Gramm AbendBrot:

Sauerteig Weizen

75 Gramm Weizenmehl 550 (original: 1050er)
75 Gramm Wasser (50°)
38 Gramm Anstellgut vom Roggensauer (original: Weizensauer)

Sauerteig Roggen

75 Gramm Roggenmehl 1150 (original: 1370)
75 Gramm Wasser (50°)
38 Gramm Anstellgut vom Roggensauer

Brühstück

50 Gramm Altbrot (getrocknet und gemahlen) & 25 Gramm Paniermehl – (original: 150 Gramm Altbrot)
225 Gramm kochendes Wasser
15 Gramm Salz

Hauptteig

Beide Sauerteige & das Brühstück
150 Gramm Hartweizenmehl (original: Hartweizengriess)
375 Gramm Weizenmehl 550
45 Gramm Roggenmehl 1150 (original: 1370)
15 Gramm Sonnenblumenöl, nativ (original: Rapsöl, nativ)
7,5 Gramm Hefe
150 Gramm Wasser (45°)

Zubereitung:

Die Zutaten für die Sauerteige jeweils in einer Schüssel vermengen, 3 – 4 Stunden gut abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen und anschliessend für 12 Stunden in den Kühlschrank geben. Der Teig soll bei 5° stehen, bei uns im Kühlschrank haben wir die 5° auf dem untersten Einlegeboden. Am Besten messt ihr die Temperatur auf den einzelnen Böden in Eurem Kühlschrank vorher.

Eine Stunde bevor der Sauerteig seine Zeit im Kühlschrank abgesessen hat: das Altbrot mit dem Salz verrühren und mit dem kochenden Wasser zu einer Pampe vermengen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde stehen lassen. (Nicht länger, da sonst die Temperatur für den Hauptteig fehlt)

Alle Zutaten für den Hauptteig in die Schüssel der Knetmaschine / Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf niedrigster und anschliessend 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen. Anschliessend den fertig gekneteten Teig 40 – 45 Minuten ruhen/ gehen lassen.

Nach 45 Minuten den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben,ein oder zwei Brote wirken, diese mit dem Schluss nach unten in das bemehlte Gärkörbchen geben und 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Wenn ihr das Brot im Topf backen wollt, müsst ihr diesen samt Deckel mit dem Ofen vorheizen, das dauert je nach Topf 30 – 45 Minuten. In jedem Fall wird der Ofen mit Topf oder Backstein oder Blech auf 250° (Ober-und Unterhitze) vorgeheizt. Wenn ihr nicht im Topf backt, stellt Euch eine Edelstahlschüssel auf den Ofenboden um beim Anbacken des Brots Wasserdampf zu erzeugen (Schwaden).

Den Teigling auf den Backstein geben (Schluss nach oben) oder vorsichtig in den Topf plumpsen lassen. Wenn ihr ohne Topf backt, in die Schüssel auf dem Boden kaltes Wasser geben (ich nutze eine Einwegspritze). Die Temperatur nach 10 Minuten auf 220° stellen und das Brot 40 Minuten (insgesamt 50 Minuten) backen lassen. Wenn ihr 2 Brote backt verringert sich die Zeit auf 35 bzw. 45 Minuten.

Abend-Brot angeschnitten

Bierbrot aus dem Topf

Ich bin endlich im Besitz einer Cocotte* 🙂

Lange habe ich sie angeschmachtet und in der Vorweihnachtszeit habe ich dann bei einem günstigen Angebot zugeschlagen. Und wie sollte es anders sein, ich liebe sie sehr, denn man kann in so einer Cocotte noch ganz andere tolle Dinge machen, ausser den ’schnöden‘ Sonntagsbraten, der hier ja eh nicht auf den Tisch kommt. 🙂

Bierbrot aus der Cocotte // www.friesikochtundbackt.com

Zum Beispiel eignet sie sich sehr gut zum Brot backen. 

Das musste ich natürlich testen und so gab es ein Bierbrot aus dem Topf nach einem Rezept von Zorra. Herausgekommen ist ein leckeres Brot mit super Kruste und tollem Geschmack.

Zutaten für 1 kg Laib Brot:

  • 20 Gramm Anstellgut
  • 190 Gramm lauwarmes Wasser
  • 150 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 600 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 5 Gramm Hefe
  • 330 ml Malzbier (ich Schnorr-Bräu)
  • 50 Gramm Wasser
  • 16 Gramm Salz
  • 1 EL Zuckerrübensirup

Bierbrot aus der Cocotte // www.friesikochtundbackt.com

 

Zubereitung:

Das Anstellgut mit 190 Gramm Wasser und 150 Gramm Roggenvollkornmehl verrühren und zugedeckt 12 Stunden / über Nacht gären lassen.

Nach 12 Stunden alle Zutaten (ausser dem Salz) in die Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf niedrigster Stufe kneten lassen, dann das Salz zu geben und weitere 6 Minuten kneten lassen.

Den Teig zudecken und 90 Minuten gehen lassen. Dabei nach jeweils 30 Minuten Dehnen & Falten. Den Teigling nach 90 Minuten rund wirken und einem bemehlten Gärkorb mit Schluss nach unten ca. 90 Minuten gehen lassen (natürlich zugedeckt).

Den Topf mit Deckel in den Ofen geben und den Ofen auf 250° vorheizen (das dauert ca 30 Minuten, da der Topf ja mit aufgeheizt werden muss).

So, und nun verbrennen wir uns bitte nicht die Finger und tragen die ganze Zeit Ofenhandschuhe!

Den Topf aus dem Ofen holen oder wenn ihr einen Auszug habt der Blech samt Topf gut hält, das Blech samt Topf aus dem Ofen ziehen. Den Deckel abnehmen und zur Seite tun. Das Garkörbchen über dem Topf umdrehen und das Brot so grade wie möglich in den Topf gleiten / fallen / plumpsen lassen. Wenn es sich verdreht, einfach oben mit einem scharfen Messer einschneiden. Deckel drauf, Topf in den Ofen, 45 Minuten backen lassen.

Das fertige Brot aus dem Topf holen und auf einem Blech auskühlen lassen.

Ihr könnt auch einen Steinguttopf vom Schweden oder einen Römertopf oder eine Glasauflaufform mit Deckel oder, oder, oder nehmen…. Hauptsache der ‚Topf‘ ist verschliessbar und für den Ofen und die Temperatur geeignet.

Viel Spass und Erfolg und vor allem, lasst es Euch schmecken 🙂

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Gersterbrot

Wenn ihr nicht aus Norddeutschland, vornehmlich Hannover oder Bremen kommt, dann kennt ihr das Gersterbrot vielleicht nicht, denn das Gersterbrot ist eine Hannover Spezialität die sich auch in Bremen grösster Beliebtheit erfreut. Der Name hängt mit dem gerstern (Abflämmen) zusammen, durch dass das Brot eine dunkel ausgeprägte Kruste erhält. Gerste ist, auch wenn der Name es vermuten lässt, in dem Brot nicht enthalten.
Da ich ’ne Bremer Deern bin, bin ich mit diesem Brot quasi aufgewachsen. Obwohl, da war ja noch das ‚Oberländer’… Wie auch immer, ich mag dieses Brot sehr gerne. Bei Ketex habe ich vor Jahren ein Rezept gefunden, welches dem Original sehr nah kommt.
Ich habe das Brot dieses Mal mit Sauerteig und Lievito Madre gebacken, ihr könnt aber auch Sauerteig und Hefe nehmen oder nur Sauerteig. Wie ihr mögt.

Wenn ihr keinen Sauerteig habt und gerne einen hättet, findet ihr hier eine sehr gute Anleitung zum ansetzen eines Sauerteigs: Der Sauerteig das unbekannte Wesen 😉

Zutaten für 1 Kilo Brot

  • 265 Gramm Roggenmehl 1150
  • 265 Gramm warmes Wasser
  • 27 Gramm Anstellgut (Roggen)
  • 275 Gramm Roggenmehl 1150
  • 140 Gramm Weizenmehl 1050
  • 14 Gramm Salz
  • 180 Gramm warmes Wasser
  • optional: 50 Gramm Lievito Madre oder 10 Gramm frische Hefe

Gersterbrot mit Sauerteig und Lievito Madre // www.friesikochtundbackt.com

Zubereitung:

265 Gramm Roggenmehl, 265 Gramm Wasser und 27 Gramm Anstellgut zu einem Teig verrühren und 16-18 Stunden bei Raumtemperatur zum Sauerteig reifen lassen.

Den Sauerteig mit den restlichen Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 7 Minuten auf niedrigster Stufe zu einem Teig kneten lassen, anschliessend den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Den Teigling nach der  Ruhephase auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, rund wirken und lang stossen. Den Teigling mit Wasser abstreichen und mit einem Lötbrenner gerstern (abflämmen) bis sich dunkle Sprenkel gebildet haben. Bitte nicht die Küche in Flammen setzen!

Gerstern des Gersterbrots mit Lötbrenner // www.friesikochtundbackt.com

Den Teiglinge mit dem Schluss nach unten und den dunklen Sprenkeln nach oben in eine Kastenform geben und abgedeckt gehen lassen. Mit Hefe/ Lievito Madre dauert dieses ca. 70 Minuten ohne etwa 90 Minuten.

Den Ofen auf 260° (Ober- und Unterhitze) vorheizen, das Brot in den Ofen geben (2ter Einschub von unten) und ordentlich Schwaden (ich stelle eine Edelstahlschüssel auf den Ofenboden, lasse diese mit aufheizen und gebe dann etwas Wasser hinein, wenn das Brot in den Ofen kommt), nach 15 Minuten die Ofentür öffnen und die Feuchtigkeit ablassen. Die Temperatur auf 200° runter stellen und das Brot weitere 35 Minuten backen lassen. Nach den 35 Minuten das Brot aus der Form nehmen und ohne Form wieder in den Ofen geben. Den Ofen von Ober-und Unterhitze auf Umluft umstellen (200° beibehalten), die Tür des Ofens einen Spalt geöffnet lassen und weitere 10 Minuten backen lassen.
Das Brot ist fertig, wenn es beim anklopfen leicht hohl klingt. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und geniessen. 🙂

Gersterbrot mit Sauerteig und Lievito Madre/ www.friesikochtundbackt.com

Quelle: Ketex - Gersterbrot

Loretto Zwiefalten – Friesi on Tour

Wenn ich so auf den Kalender schaue kann ich es kaum glauben, dass es schon 8 Wochen her ist, dass wir auf der schwäbischen Alb waren.
Dort war es wunderschön, wir waren 5 Tage dort, hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter und werden mit Sicherheit wieder kommen.
Bei Ina & Lena hatte ich schon von den kulinarischen Touren auf der Alb gelesen und so haben wir versucht ihren Empfehlungen zu Folgen.

Einer der schönsten Ausflüge war der zum Lorettohof.
Da wir natürlich Urlaub hatten, konnten wir den Ausflug am Freitag unternehmen, am Wochenende ist es bei Günther Weber auf dem Hof wirklich sehr voll… Das weiss ich, weil es uns so gut gefallen hat, dass wir am Sonntag nochmal da waren 🙂

Lorreto Hof Zwiefalten

Der Himmel war blau, die Ziegen lagen in der Sonne und der Kuchen *hach* Kinners, der Kuchen war sehr gut.

Der erste Gang: Käsekuchen und Pflaumenkuchen

Der zweite Gang: Salzkuchen und frischer Most

Salzkuchen Lorettohof Zwiefalten

Das Backbuch / die Geschichte von Günther Weber ‚Gut Brot will Weile haben: Der Bäcker vom Lorettohof und seine besten Rezepte‚ * hatte ich extra noch nicht gekauft, weil ich es unbedingt direkt bei ihm auf dem Hof kaufen wollte. So stand ich also mit Kuchen im Magen an der kleinen Kasse, das Buch in der Hand und einem nervöse Gefühl. Günther Weber war nirgends zu sehen und ich wollte doch so gerne ein Autogramm im Buch… Mit roten Wangen stand ich 5 Minuten später vor der Backstube, kurz darauf dann mitten in der Backstube in der es nach frischem Kuchen & Broten roch und neben mir Günther Weber. Er hat sich kurz das Mehl von den Händen geklopft, die Kuchen hin und her geschoben und mir eine Widmung ins Buch geschrieben.

Solltet ihr Euch für’s Brot backen interessieren, oder gerne guten Kuchen essen / backen, dann kann ich Euch sein Buch nur wärmstens empfehlen. Die Rezepte die ich bis jetzt getestet habe sind alle sehr gut und die Geschichte von Günther Weber erzählt wunderbar wie er da hin gekommen ist wo er heute ist.

Lorettohof Zwiefalten

Ja, und wenn ihr mal an der schwäbischen Alb vorbeikommt, dann solltet ihr unbedingt auf ein Stück Käsekuchen zum Lorettohof fahren… Neben dem leckeren Kuchen den ihr dort bekommt seid ihr auch noch gern gesehene Besucher die herzlich bedient werden.
Ein kleiner Tipp unter uns: Nehmt Euch unbedingt ein Brot mit! Das Roggenbrot schmeckt grandios und je älter es ist umso leckerer wird es.
In jedem Fall verlasst ihr den Lorettohof ein Tick glücklicher als ihr ihn betreten habt.

Ziege Lorettohof Zwiefalten

Auf dem Rückweg waren wir noch kurz in der Rose Biomanufaktur/ Restaurant / Hotel… Aber dazu kommen wir später….

Loretto
88529 Zweifalten 

Öffnungszeiten Hofladen und Gastwirtschaft: 
Freitags, Samstags, Sonn- und Feiertags 14:00 - 18:00 Uhr Winterpause von Heiligabend bis zum letzten Wochenende im März.

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Zum Tierfreitag: Spitz – mediterranes Landbrot

Bevor ich das Pane Casareccio probiert hatte, war dieses mein bzw unser Lieblingsbrot. 

Zugegeben kann man die beiden Brote eigentlich nicht so richtig miteinander vergleichen und am Ende sind sie beide die perfekte Begleitung zu Käse, Oliven, Suppe, Grill, Wein etc.

Gefunden habe ich dieses Rezept, wie schon viele andere Rezepte vorher, bei Ketex.
Er hat in seinem Blog eine wirklich imposante Sammlung von Rezepten beisammen, beantwortet immer schnell aufkommende Rückfragen und hat in seinem Shop eine Sammlung guter Produkte vereint.

Dieses Brot ist nun endlich mein erster Beitrag zum Tierfreitag von Katharina Seiser, denn leider ist es so, dass ein Baguette aus einer Filiale einer Bäckereikette, oder auch von manchem ‚Bäcker‘, in den seltensten Fällen tierfrei ist. Verstehen tue ich das nicht, denn ein Baguette benötigt doch eigentlich nur Wasser, Mehl, Salz, Hefe, Zeit und Liebe.
Wenn ihr Euch also dafür interessiert, was sich so in den erstandenen Backwaren befindet, lasst Euch beim nächsten Besuch beim ‚Bäcker‘ doch mal die Inhaltsangaben zeigen, oder schaut auf den jeweiligen Internetseiten nach, bei einigen Bäckereien sind die Inhaltsangaben auch schon online einsehbar.


Zutaten für 4 Brote

Poolish

  • 150 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 150 Gramm Dunkelmehl (630er)
  • 30 Gramm Roggenmehl (1150er)
  • 330 Gramm lauwarmes Wasser
  • 4 Gramm frische Hefe

Hauptteig

  • 300 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 300 Gramm Dinkelmehl (630er)
  • 70 Gramm Roggenmehl (1150er)
  • 270 Gramm lauwarmes Wasser
  • 20 Gramm Salz
  • 7 Gramm frische Hefe
  • 1 EL Anstellgut vom Sauerteig
  • Poolish

Spitz - mediterranes Landbrot

Zubereitung:

Die Zutaten für den Poolish Teig verrühren, 2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen lassen und in einer verschlossenen Schüssel für mindestens 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Zutaten für den Hauptteig, auf kleiner Stufe, ca. 15 Minuten zu einem Teig verkneten. Den Teig anschliessend, in einer verschlossenen Schüssel, für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank geben.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und 1 Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Aus dem Teig 4 Teile von ca 430 Gramm abwiegen, diese rund wirken, kurz ruhen lassen und dann zu breiten Baguettes mit spitzen Enden formen. Macht Euch beim formen bitte nicht verrückt, es geht um den Geschmack und Übung macht hier ganz klar den Meister!

Die geformten Laibe in einem Bäckerleinen (zur Couch geformt) für ca. 90 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die ‚Baguettes‘ jeweils zu zweit auf ein Backblech legen und in den Ofen geben. Ordentlich Schwaden, den Dampf nach 15 Minuten ablassen und 10 Minuten weiter backen.

Spitz - mediterranes Landbrot Anschnitt

Auch diese Brote knistern ganz grossartig, wenn man sie aus dem Ofen holt. Für mich, wie ihr vielleicht bereits wisst, eines der schönsten Geräusche.

Ich mache immer 4 Brote, da der ‚Aufwand‘ schon etwas grösser ist. Wenn Dir das Rezept zu kompliziert ist, dann kann man bestimmt auch das gesamte Jahr über das Pane Casareccio essen 🙂

Abgewandelt nach: Spitz = noch ein mediterranes Landbrot » Ketex -Der Hobbybrotbäcker-

Pane Casareccio – italienisches Bauernbrot

Es folgt: das Rezept für das Brot, welches es in der letzten Woche sogar zweimal bei uns gab. 

Das Rezept zu diesem Brot lag ein paar Wochen in meinem Evernote Rezeptarchiv und wurde missachtet. Dabei war ich so scharf darauf, endlich auch mal ein Brot aus dem Topf zu backen. Naja, aus dem Topf ist es nicht, aber so quasi.
Letzten Samstag habe ich es dann endlich gebacken. Wir hatten Besuch, und man muss den Besuch ja während der Live Kochshow bei Laune halten. Also gab es am Tresen, mit Blick auf die Kochinsel: Wein, Oliven, Käse und Brot.
Tja, was soll ich sagen, den Sonntag hat das Brot nicht mehr erlebt (und das liegt nicht daran, dass der Besuch halb verhungert ist, weil ich so lange gekocht habe!!!!)
Mittwoch habe ich es dann gleich noch mal gebacken. Diesmal gab es Pesto & Käse dazu und den Donnerstag hat nur noch ein kleiner Rest erlebt.

Ihr müsst 23 Stunden einkalkulieren, vom Teig ansetzen bis zum fertigen Brot. Der Arbeitsaufwand ist aber gering, da der Teig 20 Stunden gären muss. Das ist wichtig für den Geschmack. 

Also, hier kommt es, das Rezept, welches ich bei Zorra gefunden habe und nun ganz oben auf der Liste der Brote steht, die es zu Käse & Wein, Suppe oder am Grill geben wird.

Zutaten für ca 600 Gramm Brot

  • 500 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 350 ml Wasser
  • 10 Gramm Salz
  • 10 Gramm Hefe

Pane Casareccio

Zubereitung:

Die Hefe im Wasser auflösen.

Mehl und Wasser-Hefemischung 5 Minuten, bei niedriger Stufe, kneten, anschliessend das Salz hinzugeben und 5 Minuten weiter kneten lassen.

Nun den Teig, in einer grossen Schüssel (der Teig geht stark auf), mit einem Geschirrtuch abgedeckt (ich packe ihn in eine verschliessbare grosse Dose), 20 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Nach 20 Stunden wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche solange gefaltet, bis ihr eine gute Spannung erzeugt habt. Den Laib wickelt ihr nun stramm in ein bemehltes Geschirrtuch und lasst ihn weitere 2 Stunden ruhen.

Zum Backen benötigt ihr einen Behälter mit Deckel (z.B. Auflaufform oder Topf, ich nutze eine 2 Liter Auflaufform 27 x 23,5 x 10).
30 Minuten vor Ablauf der 2 Stunden wird der Ofen, inkl Form und Deckel, auf 230 Grad (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt.

Den Brot Laib in die heisse Form geben / fallen lassen (Vorsicht – bitte nicht die Pfoten verbrennen) und 20 Minuten mit Deckel backen lassen. Nach 20 Minuten den Deckel abnehmen und weitere 15 Minuten backen lassen

Aus dem Ofen nehmen und vorm geniessen das  Ohr an das heisse Brot legen – es sollte ganz verführerisch knistern (ich liebe das!)

Neues Feature… ein paar LiveBilder in grandioser Handyqualität 😀

Quelle: Kochtopf bzw Albertos Cucina