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Möhren-Kartoffel-Kichererbsen Eintopf mit Orangen-Koriander-Brösel Topping

Moehren Kichererbsen Tomaten Eintopf

Es gab Zeiten in denen mochte ich keine Hülsenfrüchte, zumindest dachte ich das. Suppen & Eintöpfe fand ich auch nicht so richtig Klasse, weil ich immer in der komischen Annahme war, dass ich davon nicht satt werden würde. Damals dachte ich auch, ich könnte ohne Fleisch nicht leben und siehe da, es geht völlig problemlos 🙂
Ja, so ändern sich die Zeiten, heute liebe ich Hülsenfrüchte und eine Suppe oder ein Eintopf gehört für mich einfach zum Herbst dazu. Wenn es draussen grau ist und die Regentropfen an das Fenster klopfen ist ein wärmender Eintopf doch genau das Richtige.

Das Rezept für diesen Eintopf habe ich in einer alten Essen & Trinken Ausgabe gefunden.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 600 g vorwiegend festkochende Kartoffeln (geputzt in 2 cm große Würfel geschnitten)
  • 400 g Möhren (geputzt und in 1 cm große Würfel geschnitten)
  • 60 g Schalotten (in feine Ringe geschnitten)
  • 2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • 1 rote Chili (geputzt eine kleine Würfel geschnitten)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsaat
  • 2 Teelöffel geräuchertes edelsüßes Paprikapulver
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kichererbsen (400g)
  • 140 g Ciabatta (circa sechs Scheiben)
  • 1 Bio Orange (Schale gerieben + 100 ml Saft)
  • 15 g Koriander (Blätter grob gehackt)
  • 1 Flasche passierte Tomaten (690 g)
  • 2 Teelöffel Agaven Dicksaft
  • Salz

Moehren Kichererbsen Tomaten Eintopf

Zubereitung:

In einen großen Topf bei mittlerer Hitze drei Esslöffel Öl erhitzen, darin die Schalotten bei mittlerer Hitze glasig dünsten lassen. Knoblauch, Chili und Kreuzkümmel kurz mit dünsten, anschließend Möhren und Kartoffeln unterrühren und auch mitdünsten lassen (ca. 5 Minuten). Paprikapulver darüber streuen, Brühe zu geben, aufkochen und abgedeckt bei milder Hitze circa 20 Minuten köcheln lassen. Die Kichererbsen abtropfen lassen und abspülen.

Für das Topping das Brot in der Küchenmaschine zerkleinern oder mit einem Messer fein hacken. Die restlichen 3 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Brotkrümel darin für circa 5 Minuten goldbraun rösten lassen und anschließend abkühlen lassen.
Die Korianderblätter und die Orangenschale unter die abgekühlten Brotkrümel mischen.
Den Orangensaft, die passierten Tomaten und die Kichererbsen unter den Eintopf rühren, aufkochen lassen, mit Salz und AgavenDicksaft abschmecken.

Den Eintopf mit dem Orange Koriander Bröseln bestreuen und servieren.

 Moehren Kichererbsen Tomaten Eintopf mit Ciabatta-Koriander-Oran

Quelle: Essen & Trinken 03/2014

fantastischer Zwiebelkuchen nach einem Rezept von Günther Weber vom Loretto Hof

Wer Zwiebelkuchen nur im Herbst zum Federweiser geniesst, dem ist nicht zu helfen. Wer meint, dass Zwiebelkuchen nur mit Speck schmeckt, den belehre ich bzw. Günther Weber eines besseren. Der Zwiebelkuchen aus dem Buch ‚Gut Brot will Weile haben*‘ ist so grossartig, dass wir ihn im Herbst und im Winter gegessen habe und es könnte durchaus passieren, dass er im Frühjahr nochmal auf den Tisch kommt. Man weiss es nicht…

Ihr solltet ihn also schnell noch ausprobieren, bevor der Frühling voll los legt. Alternativ könnt ihr Euch auch einen Knoten ins Taschentuch machen und ihn im Herbst zum Federweiser in den Ofen werfen.

Für eine 28er Form benötigt ihr:

Teig:

  • 170 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 55 ml Milch
  • ca. 50 ml Wasser
  • 5 Gramm Hefe
  • 2,5 Gramm Salz
  • 2,5 Gramm Zucker
  • 7,5 Gramm Butter

Belag:

  • 1 Kilo Zwiebeln
  • 1 Liter Tränen vom Zwiebel schneiden (optional)
  • 40 Gramm Butter
  • 250 Gramm Saure Sahne
  • 50 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 3 Eier
  • 8 Gramm Salz
  • Pfeffer und Muskatnuss
  • Kümmel

Zwiebelkuchen nach einem Rezept vom Loretto Hof

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen (viel weinen und fluchen – das ist wichtig und ohne Zwiebeln schmeckt so ein Zwiebelkuchen einfach nicht*fg*) und in feine Streifen schneiden.

Den Ofen auf 190° (Ober- und Unterhitze) vorheizen, die Zwiebeln in eine Kasserolle oder Auflaufform mit Deckel geben, 100 ml Wasser über die Zwiebeln giessen, die Butter in Stücken auf den Zwiebeln verteilen und die Form samt Deckel für ca. 45 Minuten in den Ofen geben. Zwischendurch 2mal umrühren.

Die Butter schmelzen und die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Dann alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben, die noch lauwarme Butter zugeben und alles auf niedrigster Stufe in ca. 6 Minuten zu einem weichen Teig kneten lassen. Den Teig abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Die Quicheform einfetten, den gegangenen Teig ausrollen (Arbeitsfläche bemehlen), in die Form geben und wieder mit dem Tuch abdecken.

Die Zwiebeln aus dem Ofen holen (sie sollten schön weich sein) und etwas auskühlen lassen. Den Ofen auf 230° hoch stellen.

Die saure Sahne mit den Eiern, dem Salz und dem Mehl vermischen, mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit den Zwiebeln vermengen. Alles in die Form geben, glatt streichen, mit Kümmel bestreuen und 40 Minuten im Ofen (mittlerer Einschub) backen lassen.

Aus dem Ofen holen, kurz ruhen lassen, schneiden und servieren 🙂

Zwiebelkuchen nach einem Rezept vom Loretto Hof

Quelle: Gut Brot will Weile haben: Der Bäcker vom Lorettohof und seine besten Rezepte *
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Krautsuppe nach Österreich Vegetarisch

Ihr Lieben, machen wir uns nichts vor – es ist  nun wirklich Winter!
Schnee hatten wir noch nicht, dafür aber schon schicke -5° und der Mann flucht beim morgendlichen Eis kratzen.

Ehrlich gesagt mag ich den Winter schon ein wenig, ich liebe Schnee und ich freue mich über die leckeren Sachen die es nur im Winter gibt!

  • Orangen und Clementinen, lecker, lecker.
  • Glühwein, seien wir doch ehrlich, der schmeckt doch nur wenn die Nase halb abfriert und der grosse Zeh die ersten leichten Anzeichen von Taubheit abgibt.
  • Grünkohl – ich liebe Grünkohl. Demnächst erhaltet ihr eine vegetarische / vegane Variante, die dem Original in nichts nachsteht. 

Aber heute kommen wir erstmal zu einer tollen Kombi aus Suppe und Kraut – wärmend, sättigend und lecker. Was will man mehr, wenn es draussen ungemütlich ist?

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Wirsing oder Weisskohl (ca. 1kg)
  • 1 kleiner Knollensellerie mit oder ohne Grün
  • 2 Zwiebeln
  • 4 EL Sonnenblumenöl oder Rapsöl
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 2 EL Tomatenmark
  • Pfeffer & Salz aus der Mühle
  • ca. 1/2 TL Kümmel (gemahlen)
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe
  • evtl. etwas Zucker
  • ein kleiner Schuss Weissweinessig
  • Saure Sahne nach Belieben
  • deftiges Brot

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Zubereitung:

Den Kohlkopf vierteln, vom Strunk befreien und in mittelgrosse (essbare) Streifen schneiden. Die Zwiebeln würfeln, den Knollensellerie schälen und würfeln.

In einem Schmortopf die Zwiebeln mit dem Kohl und dem Knollensellerie in Öl etwas anbraten bis sie glasig werden. Tomatenmark und Paprikapulver hinzugeben, durchrühren und mit Essig ablöschen. Die Gemüsebrühe und die Gewürze hinzugeben und ca. 20 Minuten leise köcheln lassen.

Abschmecken und nach Belieben mit Saurer Sahne und / oder Sellerieblättern  und/ oder Brot servieren.

Ich liebe Suppen und ich liebe Kohl in jeglicher Form 🙂

Quelle: Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser & Meinrad Neunkirchner

Der Spaghettikürbis – ein wundersames Gewächs

Mirja hat einen ganzen Liebesbrief an den Spaghettikürbis geschrieben, so sehr liebt sie ihn. Das hat mich neugierig gemacht und hat dazu geführt, dass ich auch einen kaufen musste, um mich selbst zu überzeugen.

Lustig ist er, man halbiert ihn roh und erkennt keinen Unterschied, wenn man ihn dann aber aus dem Ofen holt und mit der Gabel bearbeitet, hat man ganz viele Spaghettis. Toll und zusätzlich Low-Carb geeignet. Auch die Leute die mit Attila Hildmann das ‚Vegan for fit‘ Programm machen dürften begeistert sein, Kürbis statt Zucchini, der Kürbis ist im Herbst etwas saisonaler & regionaler – und schmeckt auch!

Die Zubereitung ist super einfach und erfordert keinerlei besondere Fähigkeiten. Einzig das Teilen des Kürbis gleicht einem kleinen Küchen Work-Out.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Spaghettikürbis ca. 1 Kilo – halbiert
  • 1 Knoblauchzehe gehackt
  • 1 Schalotte fein gewürfelt
  • 2 EL Öl
  • Salz & Pfeffer
  • Butter oder Alsan
  • Parmesan nach Geschmack

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Zubereitung:

Den Ofen auf 180°C vorheizen (Ober-und Unterhitze).

Den Kürbis vom Kerngehäuse befreien, die Oberfläche mit dem Öl ein pinseln und auf einem Backblech für 50 – 60 Minuten in den Ofen schieben (unterstes Drittel).

Kurz vor Ende die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, dann die Schalotte und die gehackte Knoblauchzehe zugeben und dünsten lassen (aufpassen dass weder Butter noch Knobi & Schalotte verbrennen)

Den Kürbis aus dem Ofen holen und mit einer Gabel von aussen zur Mitte das Fruchtfleisch lösen, dabei bilden sich die Fäden die aussehen wie Spaghetti.

Die Butter mit Schalotten und Knobi auf die Kürbishälften verteilen, leicht salzen und ordentlich pfeffern – bei Bedarf noch Parmesan drüber und aus der Schale essen.

Fazit: Lecker – 2 Gabeln, 1 Pfannenwender & 1 kleine Pfanne zum Abwaschen – satt – Küche sauber.

PDF zum Drucken / Speichern: Spaghettikuerbis

Quelle: Kuechenchaotin - Überbackener Spaghettikürbis

Rosenkohlragout mit Rösti

Wisst ihr was der Vorteil einer saisonalen Ernährung ist?
Man freut sich regelmässig bei dem Gang über den Wochenmarkt, weil es wieder dieses oder jenes Gemüse/ Obst gibt.

Ich liebe Rosenkohl!!! So hüpfte also mein kleines Herz, als ich Rosenkohl aus der Region auf dem Markt erstanden hatte. Ebenso wie Rosenkohl liebe ich auch Kartoffeln in jeglicher Art und Weise. Somit ist eine Kombi aus Rosenkohl und frischem Rösti ein himmlisches Herbstgericht.

Wer den Geschmack von Rosenkohl nicht so mag, sollte lieber die Finger davon lassen.

Rosenkohlragout mit Rösti

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 Gramm Rosenkohl
  • 1 Schalotte fein gehackt
  • 1 Teelöffel Mehl
  • 100 ml Sojasahne oder normale Sahne
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 500 Gramm Kartoffeln (mehlig kochend)
  • Muskat
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Den Rosenkohl von den äusseren Blättern befreien & halbieren.
Den Rosenkohl in kochendem Salzwasser 8 Minuten kochen, abschrecken und abtropfen lassen.

Kartoffeln schälen und grob reiben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Jeweils ca. 2 EL Masse in eine heisse Pfanne geben, flach drücken und bei mittlerer Hitze braten lassen. Nach 6 Minuten wenden.

In einer Pfanne die Schalotte in Öl anschwitzen, den Rosenkohl zugeben, kurz mitbraten und mit Mehl bestäuben. Mit Sahne & Gemüsebrühe ablöschen und leise köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Röstis & Rosenkohl auf einem Teller anrichten und geniessen.

Abgewandelt nach: Chili & Ciabatta - Rosenkohlragout mit Käsepfannkuchen
Rezept zum Ausdrucken: Rosenkohlragout mit Roesti

wärmende und fruchtige Kürbissuppe

Es ist also Herbst.

Dieses ist unvermeidlich an folgenden Tatsachen festzustellen:

  • an Einem Blick aus dem Fenster
  • an den Handschuhen die in meine Handtasche eingezogen sind und bei 1° dann auch schon genutzt wurden.
  • daran dass die Stiefel die Flip-Flops abgelöst haben (es war ein lustiges Bild als sie ein paar Tage neben einander standen)
  • die Strumpfhosen sind im Dauereinsatz 
  • an dem Inhalt des Gemüsefachs – denn dieser ändert sich. Die Paprika ist schon weg und ich habe das dumpfe Gefühl, das ich zu wenig Paprika hatte. Da tröstet mich das Wissen, das im Abstellraum 6 grosse Gläser eingekochtes Ratatouille stehen, um mich durch den Winter zu geleiten – so ein wenig Sommer im Glas schadet ja nie, oder?

Letze Woche habe ich dann also bei meinem liebsten Gemüsestand auf dem Markt einen 2 Kilo schweren Hokkaido erstanden. Diesen habe ich mühsam in seine Einzelteile zerlegt und während die eine Hälfte im Ofen, für Kürbispürree, geröstet wurde habe ich aus der zweiten Hälfte eine Kürbissuppe gezaubert, die wirklich sehr lecker geworden ist. Sie kommt ohne Kartoffeln aus und fällt somit in die Kategorie ‚low carb‘.

Im Büro hatte ich soviel Suppe dabei, das ich noch eine liebe Kollegin mit versorgen konnte. Da das Süppchen auch hier gut angekommen ist, hüpft das Süppchen nun gleich in den Blog  🙂

Gefunden habe ich das Rezept bei Peter, ich habe es allerdings, wie sollte es auch anders sein, etwas abgeändert.

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Zutaten:

  • 1 Kilo Hokkaido – ohne Kerne ca 800 Gramm
  • 1 Liter Gemüsebrühe (selbstgemacht)
  • 1 Apfel (Elstar aus dem Alten Land)
  • 1 Prise Peperoncini
  • 200 Gramm gelbe Zwiebeln
  • 100 ml Weisswein (Chardonnay)
  • 1 Stück kleines Stück Ingwer ca. Grösse eines Walnußkernes
  • Öl
  • 1 EL Zucker
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Bitte verletzt Euch beim zerteilen des Hokkaidos nicht. Das dauert eine Weile und man sollte vorsichtig sein. Meine Messer sind schon echt gut, aber ein Weilchen hat es selbst bei mir gedauert. Eine Wassermelone ist dagegen ein Geschenk. Vielleicht sollte ich über die Anschaffung einer Machete nachdenken. Man weiss es nicht….

Also, den Hokkaido halbieren, in Spalten und dann in Stücke schneiden. Den Apfel schälen, entkernen und achteln. Die Zwiebeln würfeln.

Einen Topf erwärmen und ein Schuss Öl oder Butter erwärmen, die Zwiebeln glasig dünsten und nach ein paar Minuten mit dem Weisswein ablöschen. Während der Weisswein ungefähr auf die Hälfte einkocht, könnt ihr das Stück Ingwer schälen und würfeln.

Nun Kürbis und Apfel zusammen mit den Zucker hinzugeben und ein paar Minuten köcheln lassen. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und den Ingwer zugeben.

Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze ca 20 Minuten köcheln lassen. Der Kürbis sollte schön weich sein.

Nun mit dem Pürierstab alles zu einer glatten Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und Peperoncini abschmecken und nochmals pürieren. Wenn die Suppe zu dick ist, mit Gemüsebrühe verdünnen. Wenn die Suppe zu dünn ist, mit Kürbispürree auffüllen. Ich hatte, wie bereits erwähnt, die andere Hälfte des Hokkaidos im Ofen und habe 2 Spalten hinzugefügt, das die Suppe uns zu dünn war. Ich hatte aber auch nur 600 Gramm Hokkaido im Topf, daher solltet ihr mit 800 Gramm gut hinkommen.

Auf vorgewärmten Tellern mit Saurer Sahne und Kürbiskernöl anrichten und geniessen. Wenn ihr die saure Sahne nicht nehmt, ist diese Suppe vegan und schmeckt nicht minder gut 🙂

Lasst es Euch schmecken und von dieser Suppe wärmen!

Quelle: Aus meinem Kochtopf - fruchtige Kürbissuppe mit Ingwer und Apfel