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Beilagenbrot

Beilagenbrot Anschnitt

Ich habe ENDLICH mal wieder beim Synchronbacken mitgemacht.
Synchronbacken, bedeutet, dass viele Blogger ‚gemeinsam‘ ein Brotrezept ausprobieren. Gemeinsam bedeutet, auf Instagram, nicht dass ihr glaubt wir hätten uns alle in der Mitte von Deutschland zum Brot backen getroffen. Organisiert wird das Event immer von Zora & Sandra.

Dieses Mal gab es ein ‚Beilagenbrot‚. Das heisst so, weil es sich super als Beilage eignet. Zum Beispiel zu Nudeln, Salat oder ganz wunderbar zu Riesenbohnen. 🙂

Riesenbohnen Auflaufform mit Teller

Ich habe den Teig mit Olivenöl statt Schweineschmalz zubereitet (logisch) und habe bei meiner Menge Olivenöl einen sehr weichen Teig erhalten. Wenn ihr nicht so erfahren im Umgang mit weichen Teigen seid, dann reduziert die Öl Menge bitte um 10 bis 20 ml.

Zutaten:

fermentierter Vorteig (statt Lievito Madre)

  • 60 Gramm Weizenmehl (1050)
  • 40 Gramm lauwarmes Wasser
  • 0,5 Gramm Hefe
  • 0,5 Gramm Salz

Poolish

  • 300 Gramm Weizenmehl (1050)
  • 300 Gramm lauwarmes Wasser
  • 0,1 Gramm Hefe (erbsengrosses Stück)

Hauptteig

  • 100 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 500 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 350 Gramm lauwarmes Wasser
  • 22 Gramm Salz
  • 10 Gramm Hefe
  • 40 ml Olivenöl
  • Poolish
  • fermentierter Vorteig

Beilagenbrot

Zubereitung:

Den fermentierten Vorteig und Poolish anrühren, abdecken und 16 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

fermentierter Vorteig und Poolish

Alle Zutaten (bis auf das Salz) in die Knetmaschine geben und 8 Minuten auf kleinster Stufe kneten lassen, anschliessend das Salz zugeben und 5 Minuten auf 2ter Stufe kneten lassen. Den Teig in eine geölte Schüssel geben (ich nutze dieses *klick*) und 20 Minuten ruhen lassen, dann den Teig ‚Dehnen & Falten‚, das ganze insgesamt 2 mal wiederholen (also 3 mal insgesamt Dehnen & Falten).

Olivenöl statt Schweineschmalz

Den Ofen, samt Backstein (oder Backblech) und Edelstahlschüssel auf dem Ofenboden, auf 250° vorheizen.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nach belieben formen. Ich habe den Teig geviertel, die einzelnen Teiglinge runde geformt und jeweils als Paar in Gärkörbchen gegeben. Dort dann 30 Minuten gehen lassen.

Gärkörbchen

Die Brote auf den Backstein geben und unter Schwaden (Wasser per Einwegspritze in die Edelstahlschüssel) anbacken lassen, nach 10 Minuten die Schwaden ablassen, den Ofen auf 210° runterschalten und die Brote ca. 40 Minuten fertig backen lassen. Auf einem Rost auskühlen lassen.

Beilagenbrot Anschnitt schräg

Folgende Blogs haben teilgenommen und verschiedene, ganz hübsche Brote gebacken:

1x umrühren bitte aka kochtopf
auchwas
Alltagsflüchtling
Food for Angels and Devils
Summsis Hobbyküche
Kinder, kommt essen!
Dagmar’s brotecke
KochTrotz
Cuisine Violette
Backen mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen
Gourmandiese Vegetariennes

Morgensemmel

Wenn ihr gerne süsse Sachen auf eurem Frühstücksbrötchen mögt, dann solltet ihr weiter hüpfen zu den Morgenbrötchen, den Butterhörnchen oder den FrühStückchen. Die harmonieren sehr gut mit Honig, Marmelade und Schokoaufstrichen.

Morgensemmel nach einem Rezept vom Brotdoc

Die Morgensemmel schmecken wie sie aussehen: köstlich!  und harmonieren durch das Aroma der Körner sehr gut mit Käse & Co. Das Rezept ist mit Übernachtgare, ohne Sauerteig und anfängertauglich.

Zutaten für 10 Brötchen:

Vorteig:

  • 100 Gramm Weizenmehl (550)
  • 100 Gramm Wasser
  • 1 Gramm frische Hefe

Hauptteig:

  • 400 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 200 Gramm Wasser (20 – 24°C)
  • 15 Gramm Backmalz (inaktiv) oder Gerstenmalz oder Honig
  • 10 Gramm Salz
  • 5 Gramm frische Hefe

Saaten-Brühstück:

  • 75 Gramm Sesam & Leinsaat (gemischt)
  • 75 Gramm Wasser

zum Bestreuen der Brötchen: Sesam, Leinsaat und / oder Sonnenblumenkerne

Morgensemmel

Zubereitung:

Die Zutaten für den Vorteig miteinander zu einem klümpchenfreien Teig verrühren, 1 – 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen und dann 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank geben.

Die Saaten des Brühstücks in einer Pfanne ohne Fett rösten lassen (nicht verbrennen… *fg*), anschliessend das Wasser in die Pfanne geben und die Masse abkühlen lassen. (Wenn ihr das Brühstück mit dem Vorteig ansetzt, bitte abgekühlt in den Kühlschrank geben)

Alle Zutaten, bis auf das Brühstück, in die Schüssel der Knetmaschine geben und erst 4 Minuten langsam, dann 3 Minuten schnell kneten lassen. Danach das Brühstück zugeben und langsam unterkneten lassen.

Den Teig 60 Minuten ruhen lassen.

Die Saaten zum Bestreuen in einer flachen Schüssel mischen.
Aus dem Teig 10 Brötchen wirken. Die obere Seite der Brötchen anfeuchten und in die gemischten Saaten drücken.
Auf ein Holzbrett ein Leinentuch geben, die Brötchen mit den Saaten nach unten auf das Leinentuch geben. Die Brötchen mit einem Leinentuch abdecken und das Brett samt Brötchen und Tüchern in einen Mülltüte geben (damit die Teiglinge über Nacht nicht austrocknen). Die Tüte in das unterste Fach des Kühlschranks geben (dort sollten 5°C sein).

Am nächsten Morgen den Ofen auf 250° (Ober- und Unterhitze) vorheizen (inkl. einer Edelstahlschüssel auf dem Ofenboden zum schwaden), die Brötchen mit den Saaten nach oben auf ein Backblech geben, das Blech in den Ofen geben (2ter Einschub von unten) und in die heisse Schüssel etwas Wasser geben (Vorsicht: Verbrennungsgefahr). Den Ofen sofort verschliessen und die Brötchen für 20 Minuten backen (nach 10 Minuten die Temperatur auf 240° reduzieren).

Etwas auskühlen lassen und geniessen 🙂

Es gibt doch nichts Schöneres, als der Duft von frischen Brötchen der morgens durch das Haus zieht!

Quelle: Brotdoc - Morgensemmeln

Butterhörnchen mit Übernachtgare für den BBD77

Butterhörnchen nach einem Rezept von Ketex

Ihr wisst ja sicherlich, dass ich sehr gerne Brot und Brötchen backe. Im Sommer pausiere ich immer eine Weile, da ich Erstens keine Lust habe bei Hitze am 250° heissen Ofen zu stehen, Zweitens der Teig bei den hohen Temperaturen macht was er will und ich, Drittens, im Sommer nicht so gerne an das Haus gebunden bin.

Da ist es doch gut, dass es Brötchen mit Übernachtgare gibt. Die gehen Nachts im Kühlschrank, da ist es im Sommer wie Winter immer gleich kalt und Morgens kann man die 250° besser ertragen, als Mittags um 12h 😉

Als ich kürzlich eine Freundin zum Frühstück eingeladen hatte, habe ich Abends den Teig für die Butterhörnchen nach einem Rezept von Ketex angesetzt und morgens gebacken. Ich hatte ein paar Probleme mit dem Teig, aber mehr Mehl hat geholfen. Am Ende  sind hübsche und köstliche Hörnchen entstanden. Die ihr unbedingt ausprobieren solltet!

Mit diesem Rezept nehme ich mal wieder am Bread Bread Baking Day teil. Dieses Mal ist das Thema: Brötchen – buns/rolls, vorgeschlagen von Sandra aka From Snuggs-Kitchen.

Wenn ihr untenstehendes Rezept nehmt, habt ihr Hörnchen die zu Käse und Honig passen, wenn ihr lieber süsse Hörnchen wollt, reduziert das Salz um 5 Gramm und erhöht den Zuckeranteil um die 5 Gramm.

Zutaten für 8 Hörnchen:

  • 300 – 350 Gramm Weizenmehl 550er
  • 60 Gramm Butter
  • 2 Eier
  • 120 Gramm Milch
  • 25 Gramm Zucker
  • 10 Gramm Salz
  • 10 Gramm frische Hefe
  • 1 Eigelb
  • 10 ml Milch
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Salz

Butterhörnchen nach einem Rezept von Ketex

 Zubereitung:

Am Abend vorher die Milch mit den 60 Gramm Butter und den 25 Gramm Zucker in einen Topf geben und so lange erhitzen, bis Butter & Zucker geschmolzen sind. Auskühlen lassen bis die Masse lauwarm ist.
Die 2 Eier verquirlen und unter die MilchButterZucker Mischung rühren.

Das Mehl (300 Gramm) in die Knetschüssel geben und die Hefe möglichst fein darüber streuen und untermischen, die Schüssel in die Knetmaschine stellen und langsam rühren lassen. Währen die Knetmaschine rührt langsam die MilchButterZuckerEi Mischung zu geben. Wenn der Teig zu weich wird, noch Mehl Esslöffelweise unterrühren. Ich habe am Ende noch 30 Gramm Mehl zugeben müssen, das hängt aber immer von der Tüte Mehl ab, die man verwendet hat. Den Teig 7 Minuten kneten lassen, dann das Salz unterrühren und weitere 3 Minuten fertig kneten lassen.

Eine luftdichte Schüssel (ich nutze diese: Emsa 5,5 Liter*) innen mit Öl einreiben, den Teig hineingeben, abdecken und bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann wandert die Schüssel verschlossen für 12 Stunden in den Kühlschrank (5° sollten es sein, bei mir das unterste Fach im Kühlschrank).

Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche, möglichst dünn, rund ausrollen. Den ausgerollten Teig in 8 Tortenstücke teilen und die einzelnen Stücke von aussen nach innen (dick zu dünn) aufrollen.
Die Hörnchen leicht biegen (Hufeisen) und, mit ausreichend Abstand, auf ein Backpapier geben, abdecken und ca. 90 Minuten gehen lassen.

Butterhörnchen Gare

Den Ofen auf 190° (Ober und Unterhitze) vorheizen.
Eigelb, 10 ml Milch, Prise Zucker und Prise Salz vermischen und die Hörnchen vor dem Backen damit bestreichen.
Die Hörnchen auf dem Backblech in den Ofen geben (mittlerer Einschub) und dort ca. 25 Minuten fertig backen.

Butterhoernchen angeschnitten

* = Amazon Affiliate Link

Synchronbacken #5 – Sonntagsbrötchen mit Übernachtgare

*tusch*
(strahlende Friesi hüpft aus dem Schatten hervor, fegt sich die Staubreste aus den Haaren und erkärt die Blogpause/ BlogFindungsphase für beendet)

Bevor ihr nun gleich ein Rezept für köstliche Sonntagsbrötchen serviert bekommt, die ich im Rahmen des Synchronbackens am letzten Wochenende mit Zorra und Sandra gebacken habe, verrate ich Euch noch was ich mir in den 3,5 Monaten Pause überlegt habe.

Ich weiss gar nicht so genau was eigentlich passiert ist, aber irgendwie habe ich mir zum Schluss einfach zu viel Druck gemacht. Die Bilder sollten super sein, die Texte unterhaltsam und grammatikalisch einwandfrei und die Rezepte besonders pfiffig. Wenn ich allerdings ganz ehrlich zu mir bin, dann will ich das nicht. Ich will keinen Fotopreis gewinnen, für lange Texte bin ich nur an guten Tagen geeignet und pfiffige, komplizierte Rezepte will doch eh Niemand, oder?
Also, kurzum, ich entferne aus dem Blog die dicke Schicht Puderzucker… Ich höre auf mit den aufgehübschten Bildern, die Stunden im Bildbearbeitungsprogramm verschlimmbessert werden. Denn da hat, wie gesagt, am Ende Niemand was von. Mir ist viel wichtiger, dass die Rezepte alltagstauglich und für jeden nachkoch- oder backbar sind, ohne dass man eine halbe Kochlehre absolviert haben muss. Denn ursprünglich habe ich diesen Blog ins Leben gerufen, um den Beweis anzutreten, dass man ohne Fleisch satt werden kann und es dazu auch noch schmeckt. Als Bloglesser wollte ich nie nur Vegetarier haben, sondern eher die Flexitarier oder auch den Fleischesser, der vielleicht doch mal das Schnitzel liegen lässt ohne es schmerzlich zu vermissen.

Mein Blog, meine Party 🙂

Sonntagsbroetchen mit Übernachtgare // Synchronbacken #5

Zorra // Kochtopf und Sandra // From Snuggs Kitchen veranstalten regelmässig ein Synchronbacken via Instagram und Twitter. Alle interessierten Blogger und Nicht-Blogger können teilnehmen, die Rezepte sind anfängertauglich und die Ergebnisse sind immer ganz unterschiedlich.
Dieses Mal kommt das OriginalRezept ‚Sonntagsbrötchen‘ von Stefanie und ihrem Blog ‚Hefe und mehr‚. Wenn ihr gerne backt, solltet ihr unbedingt mal bei ihr vorbeischauen.

Ich habe 1/5 des verwendeten Mehls durch mittleren Weizenschrot ersetzt und den Milk Roux mit Dinkelmehl angesetzt, ansonsten habe ich mich an die vorgegeben Zutaten gehalten. Durch den Schrotanteil sind meine Brötchen nicht ganz so fluffig wie die Originale, schmecken tun sie aber bestimmt mindestens genauso gut.

Faszinierend, für Alle die sich noch nicht so viel mit Hefe und Gehzeiten auseinandergesetzt haben: An diesen Brötchen ist auf 500 Gramm Mehl nur 1 Gramm Hefe! Und es funktioniert, wie man unschwer an den Ergebnissen erkennen kann.

Zutaten für 8 Brötchen:

Milk Roux:

  • 15 Gramm Dinkel Mehl (630er)
  • 75 Gramm Milch

Hauptteig:

  • Milk Roux
  • 400 Gramm Weizen Mehl (550er)
  • 25 Gramm Milch
  • 250 Gramm Wasser
  • 15 Gramm Zucker
  • 0,5 Gramm frische Hefe (ein erbsgrosses Stück)
  • 10 Gramm Salz
  • 45 Gramm Butter

Zubereitung mit Uhrzeiten für fertige Brötchen am Sonntag um 10:30h:

Spätestens am Samstag um 15h: Für den Milk Roux das Dinkel Mehl mit den 75 ml Wasser in einem Topf klümpchenfrei vermischen und bei mittler Hitze unter ständigen Rühren erhitzen, bis die Masse bindet. Den Milk Roux in eine Schale geben, luftdicht abdecken und abkühlen lassen. Das dauert ungefähr 2 Stunden. Ihr könnt den Milk Roux aber natürlich auch schon früher machen und abgedeckt den Tag über stehen lassen.

Um 17h gebt ihr alle Zutaten inkl. des Milk Roux in die Rührschüssel eurer Küchenmaschine und lasst diese den Teig erst 5 Minuten auf niedriger Stufe und anschliessend noch weitere 10 Minuten auf zweiter Stufe kneten.

Den Teig in eine Schüssel geben, abdecken und 16 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Sonntag um 9h aus dem Teig die Brötchen formen. Ich habe, wie man sieht, ganz wild geformt und hatte so am Ende: rundgeschliffene Brötchen (hinten links), längliche Brötchen (rechts)  und rustikal gewirkte Brötchen (vorne). Ich bin absoluter Fan von rustikalen Brötchen, das kann man an dem Foto glaube ich auch ganz gut erkennen 😉

Bildschirmfoto 2015-08-10 um 22.14.05

Für rustikale Brötchen, den Teig auf die bemehlte Arbeitsflache geben, den Teig in 8 Teile teilen, die Teiglinge rund wirken und mit dem Schluss nach unten in ein bemehltes Leinentuch legen. Abdecken und 45 Minuten gehen lassen.
Rechtzeitig den Ofen samt Backblech oder Brotbackstein auf 250° (Ober – und Unterhitze) vorheizen. Auf dem Boden des Ofens erhitze ich eine Edelstahl Schale mit, diese nutze ich zum Schwaden (Dampferzeugung).
Die Teiglinge umdrehen, auf Backpapier geben und mittels eines Schiessers in den Ofen geben. (ihr könnt das Backpapier auch auf das Backblech legen und dann zügig die Brötchen aus dem Leinentuch auf das Blech geben). Mit einer EinwegSpritze gebe ich kaltes Wasser in die EdelstahlSchüssel und schliesse dann zügig die Tür. Nach 15 Minuten habe ich die Temperatur auf 220 Grad runter gestellt und die Brötchen noch weitere 5 – 10 Minuten backen lassen.

Kurz auskühlen lassen und lau warm geniessen.

Die Blogbeiträge der anderen Teilnehmer findet ihr bei Sandra im Artikel verlinkt. Viel Spass beim stöbern und Erfolg beim Brötchen zaubern.

rustikale Weizenbrötchen mit Übernachtgare

Einige werden sich vielleicht wundern: ‚Häh? Die sehen ja aus wie die Morgenbrötchen und die Zutaten sind doch auch identisch, oder?‘
Nein, sind sie nicht, aber sie sind sich ähnlich. In diesem Fall wird über Nacht ein Vorteig angesetzt, aus den Zutaten wird am nächsten Morgen dann der Teig für die Brötchen geknetet, die Brötchen kommen für 3 Stunden in den Kühlschrank und werden dann gebacken. Geschmacklich finde ich sie noch besser als die Morgenbrötchen 🙂 

Ihr benötigt keinen Sauerteig, etwas Hefe und Zeit reichen um, für den Brunch oder das verspätete Frühstück, am nächsten Tag köstliche Brötchen zu zaubern.

Zutaten für 8 Brötchen:

  • 200 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 200 Gramm Wasser
  • 0,2 Gramm Hefe
  • 250 Gramm Weizenmehl (550er)
  • 50 Gramm Roggenmehl (1150er)
  • 120 Gramm Milch mit 3,5% Fett und 20 Gramm Milch (separat abgemessen)
  • 10 Gramm Salz
  • 4 Gramm Hefe
  • 6 Gramm Olivenöl

rustikales Weizenbroetchen / www.friesikochtundbackt.com

Zubereitung:

Aus 200 Gramm Mehl, 200 Gramm Wasser und 0,2 Gramm Hefe den Vorteig anrühren. Diesen in einer Schüssel mit Deckel für 20 Stunden reifen lassen. Der Teig sollte nach den 20 Stunden ordentlich aktiv sein (siehe Foto)

Nach den 20 Stunden den Vorteig zusammen mit 250 Gramm Weizenmehl, 50 Gramm Roggenmehl, 4 Gramm Hefe und 120 Gramm Milch in der Küchenmaschine, bei niedrigster Stufe 5 Minuten kneten lassen, anschliessend weitere 5 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen, bis sich der Teig vom Boden löst. 5 Minuten weiter kneten lassen und die 20 Gramm Milch während der Knetzeit tröpfchenweise zugeben, 2 Minuten weiter kneten lassen und das Olivenöl tröpfchenweise zugeben. Nun noch das Salz in den Teig geben und weitere 2 Minuten kneten lassen. An dieser Stelle ein Hoch auf Küchenmaschinen und ein zweifaches Hoch auf den Timer an meiner Kenwood KMM 040 Küchenmaschine*, der macht solche Knetrunden erträglicher.

Den Teig in eine luftdichte Box (ich nutze diese: EMSA clip & close*) geben und bei 24° eine Stunde gehen lassen. Den Teig aus der Box holen, durchkneten und 8 etwa gleich grosse Teiglinge abstechen. Aus den Teiglingen formt ihr Teigzylinder. Das macht ihr wie in diesem Video, allerdings nur bis Minute 1:16. Die Teiglinge mit dem Schluss nach unten auf auf ein bemehltes Backpapier, Bäckerleinen oder ähnliches legen. Die Teiglinge für 3 Stunden im obersten Fach im Kühlschrank (dort sollten ca. 10 Grad herrschen) reifen lassen.

rustikale Weizenbrötchen Gare Kühlschrank

Den Ofen auf 230° (Ober- und Unterhitze) vorheizen, die Teiglinge vorm Backen umdrehen (so dass der Schluss oben ist) und mit Schwaden (ich heize auf dem Ofenboden eine Edelstahlschüssel mit auf und gebe in diese etwas Wasser wenn die Brötchen in den Ofen kommen) für 10 Minuten backen lassen. Nach 10 Minuten die Ofentür öffnen um die Schwaden abzulassen, die Temperatur auf 210° reduzieren und weitere 10 Minuten backen lassen. 5 Minuten vor Ende könnt ihr die Ofentür einen Spalt öffnen, das sorgt für eine schöne Kruste 🙂
Was beim Kuchen die Stäbchenprobe ist, ist bei Brot und Brötchen die Klopfprobe. Wenn die Backwaren hohl klingen sind sie fertig.

rustikale Weizenbrötchen / www.friesikochtundbackt.com

Ich friere auch diese Brötchen ein und lasse sie aufgetaut bei 190° für 3 Minuten aufbacken. So gibt es immer warme Brötchen zum Frühstück 🙂

Quelle: Brotbackbuch von Lutz Geißler*
* = Affiliate Link

Ich reiche diese köstlichen Brötchen mit Freuden zur aktuellen ‚Ich backs mir‘ Aktion ‚Frühstück‘ ein. 

FrühStückchen mit Übernachtgare

Ihr wisst schon: Friesi und die Übernachtgare, dass ist eine ganz dicke Sache.

Wenn Freunde auf einer Küchen-Baustelle wohnen, stehe ich an einem Sonntag früh auf, backe Brötchen und liefere diese ofenwarm an meine Freunde aus. Die Freude war gross, die Brötchen haben allen geschmeckt und sie sind schnell und einfach gemacht.

Gute Gründe für ein Platz im Blog und eine ganz klare Nachback Empfehlung – diese Brötchen kann wirklich Jeder!

Zutaten:

  • 400 Gramm Weizenmehl 550er
  • 300 Gramm Hartweizenmehl
  • 300 Gramm Dinkelmehl 630er
  • 600 Gramm lauwarmes Wasser
  • 15 Gramm frische Hefe
  • 22 Gramm Salz
  • 22 Gramm Zuckerrübensirup
  • 1 EL Kürbiskernöl

Frühstückchen mit Übernachtgare

Zubereitung:

Mehle und Wasser verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist und 20 Minuten ruhen lassen.
Die restlichen Zutaten zugeben und mit der Küchenmaschine auf niedrigster Stufe 4 Minuten kneten lassen, anschliessend weitere 3-4 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen, bis der Teig schön glatt ist und das Gluten sich gut entwickelt hat.

Den Teig 30 Minuten ruhen lassen, einmal strecken und falten und in eine grosse verschliessbare Schüssel geben. Die Schüssel für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Morgens den Ofen auf 230° Grad vorheizen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig etwas flach drücken. Wirklich vorsichtig, ihr wollt ja nicht die Gärgase weg drücken. Mit einem Teigabstecher 8 x 8 cm grosse Brötchen abstechen, mit Mehl bestäuben und 15 Minuten gehen lassen.

Die Brötchen die ihr im ersten Gang nicht mit gebacken bekommt, tut ihr auf Backpapier in den Kühlschrank und nehmt sie raus, wenn ihr die erste Fuhre Brötchen in den Ofen gebt 🙂

Also, die Brötchen nach 15 Minuten auf das vorgeheizte Backblech geben und ordentlich Schwaden. Nach 10 Minuten die Schwaden ablassen und weitere 14 Minuten backen. Die Brötchen sollen goldbraun backen und schön reißen 🙂

Lauwarm geniessen, die restlichen einfrieren und bei Bedarf aufbacken. Sie büßen dabei nichts an Geschmack ein!

Gefunden habe ich das Rezept beim Brotdoc 🙂

Und so sieht es übrigens aus, wenn ich Brötchen ausliefere:

Brötchen Lieferservice Bremen Horn ;-)

Viel Spass beim ausprobieren und lasst es Euch schmecken!

Kastanien-Krustis

Ich habe eine neue Lieblingsmethode für Brötchen: Übernachtgare!
Es ist einfach ganz grossartig, wenn man sich Freitagabends noch den Teig ansetzt und dann Samstag zum Frühstück ein paar warme Brötchen hat.
Da wir dazu neigen zu Essen, wenn wir Hunger haben und nicht wenn es die Uhr vorschreibt, gibt es bei uns eher Spätstück 😉 Dadurch habe ich mehr als genug Ruhe zum wirken und backen 🙂

Als ich bei Stefanie über das Rezept für Kastanien Krustis gestolpert bin, war ich sofort infiziert und habe beim nächsten Ausflug in den Biomarkt eine Tüte Kastanienmehl erstanden. Zugegeben ist das Mehl nicht günstig, aber man benötigt auch nicht viel und der Geschmack entschädigt den Preis. Ehrenwort!
Am Rande sei noch erwähnt, dass sich der Teig sehr gut bearbeiten lässt 🙂

Nachdem wir uns Aufopferungsvoll den Brötchen hingegeben haben können wir nun sagen: Der beste Kumpel für diese Brötchen ist das Ei. Egal ob gebraten oder gekocht, die 2 harmonieren ganz toll. Wobei Tomaten auch sehr gut schmecken und deftiger Bergkäse schmeckt ja eh zu fast allem und wenn nicht, dann gibt es den pur, aber das ist ein anderes Thema 😉

Zutaten für 8 Brötchen:

  • 400 Gramm Mehl (550er)
  • 50 Gramm Kastanienmehl
  • 50 Gramm Weizen frisch gemahlen
  • 300 Gramm Wasser
  • 30 Gramm Olivenöl
  • 10 Gramm Hefe (frisch)
  • 10 Gramm Salz

Kastanien Krusti

Zubereitung:

Die gesamten Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf niedriger Stufe kneten lassen, anschliessend noch weitere 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen.

Den Teig in eine verschliessbare Schüssel umfüllen und über Nacht, für mindestens 10 Stunden, in den Kühlschrank stellen.

Morgens den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in 8 gleich grosse Teile aufteilen (ca. 100 Gramm pro Brötchen).
Die Teiglinge rollt ihr zu einem Band aus, dieses halbiert ihr quer, legt die beiden Hälften aufeinander und rollt sie von der schmalen Seite beginnend auf.
Die Teiglinge in ein Bäckerleinen geben und mit dem Saum nach unten ca. 60 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 250° vorheizen (Backstein / Backblech und eine Schüssel mit Wasser mit in den Ofen geben). Die Brötchen mit der Saumseite nach oben auf das Backblech/Backstein geben und bei 230° ca. 24 Minuten backen.

Kastanienbrötchen

 

Lasst es Euch schmecken!

Morgenbrötchen mit Übernachtgare

Da veröffentlicht man morgens ein Bild der Frühstücksbrötchen auf den gängigen Social-Media Kanälen und eine Welle von Lesern und Bloggern brüllt nach dem Rezept. Also, so etwas ist mir wirklich noch nicht so oft passiert, daher habe ich mich sehr gefreut.
Aber, leider kann ich mich gar nicht mit den Lorbeeren schmücken, denn das Rezept kommt aus dem grossartigen Brotbackbuch von Lutz Geißler. Ich habe eigentlich nur den Teig nach Anweisung geknetet, wobei stimmt auch nicht, das Teig kneten habe ich ja meiner geliebte Kenwood überlassen. Naja, immerhin habe ich den Teig in den Kühlschrank gestellt und morgens die Brötchen geformt 🙂

Morgenbrötchen

Hier kommt es also, das Rezept für schmackhafte Morgenbrötchen für die ihr keinen Sauerteig benötigt und dann sind sie auch noch binnen 14 Stunden auf dem Tisch. Perfekt also für ein ausgedehntes Frühstück mit Freunden. Aus Erfahrung kann ich Euch sagen, selbst gebackenes kommt immer gut an.

Zutaten

  • 180 Gramm Weizenmehl 550er
  • 100 Gramm Hartweizenmehl (im Original Hartweizengrieß)
  • 110 Gramm Roggenmehl 1150er
  • etwas Roggenvollkornmehl zum wälzen der Brötchen
  • 150 Gramm Wasser
  • 150 Gramm Milch (vegane Alternative müsste auch gehen, habe ich noch nicht getestet)
  • 4 Gramm Frischhefe (oder 1,5 Gramm getrocknete)
  • 8 Gramm Salz
  • 8 Gramm Olivenöl

 

Morgenbrötchen mit Übernachtgare
Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Knetmaschine 10 Minuten auf  niedrigster Stufe vermengen, danach weitere 5 Minuten auf der nächst höheren Stufe  kneten, bis ihr einen leicht klebenden Teig habt, der sich beim kneten fast komplett vom Schüsselboden löst.

Nun kommt der Teig in eine Schüssel mit geschlossenen Deckel und zieht für 12 Stunden in den Kühlschrank.

Am nächsten morgen befördert ihr den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und teilt ihn in 8 Teile. Aus den Teiglingen formt ihr Teigzylinder. Das macht ihr wie in diesem Video, allerdings nur bis Minute 1:16, danach formt Lutz aus den Zylindern Baguettes, das machen wir vielleicht beim nächsten Mal 😉 Ihr solltet nur darauf achten, dass ihr den Teig nicht zu sehr drückt, denn dadurch entweicht Porengas und das wollen wir ja nicht, denn das Porengas sorgt für die tollen grossen Löcher im Brötchen.

Die Brötchen noch in dem Roggenvollkornmehl wälzen und dann mit dem Schluss nach unten auf Backpapier oder Bäckerleinen geben, abdecken und 45 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, das Backblech oder den Backstein mit in den Ofen geben. Ich gebe zusätzlich noch eine ofenfeste kleine Schüssel mit Wasser mit in den Ofen, das ist gut für die Feuchtigkeit.

Die Teiglinge nach den 45 Minuten Gehzeit umdrehen und mit dem Schluss nach oben auf das heisse Backblech/ Backstein geben.  Nach 10 Minuten die Schüssel mit dem Wasser entfernen (nicht die Finger verbrennen!), nach 5 Minuten die Ofentür einen Spalt öffnen und die Brötchen so noch weitere 5 Minuten backen. Die Brötchen sollten am Ende schön gebräunt sein und eine rösche Kruste haben.

Am Ende noch abkühlen lassen und dann geniessen 🙂

Morgenbrötchen wird zum Abendbroetchen