Grünkohl Ravioli an Senfschaum mit Petersilienwurzel und pochiertem Ei

Versprochen ist Versprochen… Dieses wird das letzte Grünkohl Rezept der Saison. Ich möchte nämlich ungern die Leser, die keinen Grünkohl mögen gänzlich vergraulen. Das wäre doch wirklich sehr schade.
Aber vielleicht bekomme ich ja den einen oder anderen Grünkohl-Verachter, der aber gefüllte Nudeln liebt, mit einem Rezept für Grünkohl Ravioli hinter dem Ofen 
hervor gelockt?!?

Lange habe ich für dieses Essen in der Küche gestanden, so behauptet man zumindest. Ich kann das nicht beurteilen, denn ich verliere in der Küche gerne jegliches Gefühl für Raum und Zeit. Zum Glück habe ich das ‚Publikum‘ mit dem selbstgemachten Pane Casareccio, Wein und Oliven bei Laune gehalten. So saßen sie am Ende gut gelaunt am Tisch und hatten zum Glück sogar noch etwas Hunger.

Mit dem Ergebnis war ich am Ende leider nicht so zufrieden, das lag aber nur daran, dass ich schlurig gearbeitet habe und die Raviolis teilweise nicht ganz geschlossen waren. Dadurch ist der Grünkohl in einigen Raviolis viel zu wässrig geworden. Ohne diesen doofen Fehler sind die Raviolis aber ein Knaller.

Am nächsten Tag gab es die Reste mit Zwiebeln und Ei aus der Pfanne – und ich kann Euch sagen, das war das beste Resteessen des Jahres.

gebratene Gruenkohl Ravioli mit Ei

Das Rezept sieht auf den ersten Blick kompliziert aus, ist es aber wirklich nicht, es dauert halt nur eine Weile.

Zutaten:

  • Nudelteig nach Anweisung z.B. diesen *klick* oder ein Rezept welches ihr bereits erprobt habt.

Füllung:

  • 200 Gramm Grünkohl blanchiert (3-mal!!!) und fein gehackt
  • 50 Gramm Schalotten fein gewürfelt
  • 1 EL Senf
  • Salz & Pfeffer
  • gemahlener Kümmel
  • Zucker

Einlegefond:

  • 300 Gramm Petersilienwurzel geputzt und in Ecken oder Würfel geschnitten
  • 100 ml Weissweinessig
  • 100 ml Wasser
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Nelke
  • 20 Gramm Senfkörner

Senfschaum

  • 3 Eigelb
  • 50 ml Weisswein
  • Prise Zucker
  • Prise Salz
  • 1 TL grober Senf

pochiertes Ei

  • 4 Eier
  • 1 EL Essig
  • Meersalz

Gruenkohl Ravioli mit Senfschaum

Zubereitung:

Die gewürfelten Schalotten in etwas Butter glasig dünsten, den Grünkohl dazugeben und kurz mit dünsten. Mit dem Senf, Salz, Pfeffer, Kümmel und Zucker abschmecken und abkühlen lassen.

Die Zutaten für den Einlegefond (ohne die Petersilienwurzel) in einen Topf geben, aufkochen und 30 Minuten ziehen lassen. Danach die Petersilienwurzel hinzugeben, einmal aufkochen und auskühlen lassen.

Den Nudelteig mit Hilfe einer Nudelwalze ausrollen (wir bei der Kenwood bis auf Stufe 7), mit Grünkohl füllen und fest verschliessen.

In einem grossen Topf das Nudelwasser aufsetzen und ordentlich salzen.

In einer Pfanne die abgetropfte Petersilienwurzel anbraten.

In einem weiteren Topf ca. 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, Salz und Essig in das Wasser geben und die Eier mit Schale für 10 Sekunden in dem Wasser kochen lassen. Die Eier wieder herausholen, aufschlagen und vorsichtig in das Wasser gleiten lassen. Nun die Eier 3 Minuten lang pochieren und danch in Eiswasser geben. Fertig!
Das funktioniert wirklich und ist Idiotensicher!! Bei Yvla könnt ihr das ganze noch mal detailliert nachlesen.

Alle Zutaten des Senfschaums miteinander vermischen und über einem Wasserbad warm & schaumig aufschlagen.

Die Nudeln in dem gesalzenen Nudelwasser 2 Minuten kochen lassen.

Das Wasser der Eier erneut aufkochen und die pochierten Eier darin 30 Sekunden lang wieder auf Esstemperatur bringen.

Nudeln abgiessen und alles anrichten.

Gruenkohl Ravioli mit Senfschaum und pochiertem Ei

Quelle: Radio Bremen Vier via Knoops Park (Link existiert leider nicht mehr)

2 Gedanken zu „Grünkohl Ravioli an Senfschaum mit Petersilienwurzel und pochiertem Ei

  1. Hallo liebe Friesi,

    hach, wie mich das freut, dass Dir meine Anleitung helfen konnte. Ich pochiere die Eier seitdem ich es zum ersten Mal probiert habe auch nur noch genau so und hatte bisher immer Erfolg. Die Ravioli hören sich übrigens köstlich an – die werde ich mir mal merken!

    Ganz liebe Grüße,
    Ylva (die sich übrigens auch viel mehr das Kommentieren vorgenommen hat) 😉

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